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Blog » Auf Umwegen zum Tragen - ein Erfahrungsbericht

Auf Umwegen zum Tragen - ein Erfahrungsbericht (von Stephanie)

Nachdem Aga vor Kurzem über ihre Erfahrungen zum Tragen berichtet hat, habe ich hier den Erfahrungsbericht von Stephanie für euch. Stephanie war eine der ersten Mamas, die ich beraten durfte. Ich freue mich sehr, dass sie diesen Bericht für meinen Blog geschrieben hat. Der restliche Text ist nun von ihr geschrieben. (Natalie)

Ja...wo soll ich nun anfangen? Ich schreibe diesen Bericht, da mich Natalie darum bat, von meinen Trageerfahrungen zu berichten. Vorab will ich sagen, dass ich keine "Ökomama" bin. Vom Tragen hatte ich zwar schon gehört, aber in meiner Schwangerschaft war dies noch kein Thema gewesen.

Mein Mann und ich machten uns zuerst daran, einen passenden Kinderwagen zu finden und das war schon mal sehr schwierig. Zuerst hatten wir einen Wagen geschenkt bekommen, von dem aber leider die Betriebserlaubnis erloschen war, somit kam dieses Modell nicht in Frage. Danach kauften wir einen gebrauchten Wagen, der leider nach einer Woche ausziehen musste, da wir festgestellt haben, dass der Wagen von innen verschimmelt war (natürlich sagte uns die Verkäuferin davon nix!). Total frustriert kauften wir uns einen neuen Kinderwagen, der uns leider fast 600 Euro kostete. Endlich dachten wir, wir sind am Ziel und nix kann mehr schief gehen.

Dann kam unser Sohn und schon bald fiel uns auf, dass er seinen Wagen nicht wirklich leiden konnte. Einmal machten wir einen Spaziergang und unser Sohn hat nur geschrien...Wir waren beide danach fix und fertig. Erst dann begann ich mich wirklich intensiv mit dem Thema Tragen zu beschäftigen und war total erstaunt, wie viele Modelle und Möglichkeiten es gibt. Zuerst sah ich mir Tragetücher an, die ich als ganz ästhetisch empfand. Jedoch dachte ich daran, dass mein Kind durch eine schlechte Bindeweise vielleicht rausrutschen könnte. Die Angst, er könnte sich meinetwegen verletzen, war einfach zu groß und somit schaute ich mich weiter um.

Ich fand dann die Bindeweise der Mei Tais ganz praktisch. Nicht ganz freies Binden, schickes Design und guter Sitz überzeugten mich theoretisch. Allerdings hatte ich immernoch Bedenken. Erstens sind diese Tragen nicht ganz so günstig, zweitens, ob ich denn damit überhaupt zurechtkommen würde und drittens welches Modell ich wohl nehmen sollte. Hierfür nahm ich dann die Trageberatung von Natalie Clauss in Anspruch. Ich konnte mir einige Modelle ansehen und auch umbinden, um zu schauen ob sie was für mich und meinen Sohn sind. Ich entschied mich für einen MySol von Girasol, den ich mir auch für wenig Geld bei Natalie borgte. Nach dieser Woche kaufte ich mir meine eigene und fing an häufig zu tragen.

Ich nahm meinen Sohn in der Trage mit zur Uni. Er fühlte sich pudelwohl und ich konnte Treppen steigen und hatte weniger Stress, als es mit dem Kinderwagen der Fall war. Wenn der Kleine Bauchweh hatte ging es in die Trage. Wenn ich Kuchen gebacken habe, ging es in die Trage. Wenn ich lernen musste, ging es in die Trage. Auch Stillen war in der Trage super diskret, sodass dies selbst im Bus kein Problem war. Mit einem halben Jahr stiegen wir auf die Manduca um, da die Gurte des MySol etwas einschnitten, aufgrund seines Gewichts. Der Wiederverkaufswert der MySol war aber fast gleich dem Neupreis, sodass dies auch nicht schlimm war.

Kritische Stimmen gab es wenige. Die meisten Muttis, die ich kenne, tragen auch, vielleicht nicht ausschließlich, aber das ist ja auch gar nicht notwendig. Meinen Kinderwagen habe ich übrigens schon sehr früh wieder weiter verkauft. Leider mit großem Verlust, obwohl mein Sohn dort nur echt selten drin gelegen hatte. Was ich deutlich mehr genutzt habe ist der Buggy. Diesen benutzen wir auch heute noch (mein Sohn ist jetzt 2 :)) und auch noch die Manduca, wenn auch eher selten, da mein Sohn nun auch lieber läuft und auch schwerer geworden ist :). Dennoch finde ich sie super, zum Beispiel auf dem Flohmarkt, wenn die Gänge so eng sind und ich nicht möchte, dass der Kleine wegrennt oder aber man möchte mit zwei Kindern und einem kleinen Auto auf Tour, da ist So eine Trage echt Gold wert :) .

Was nicht So toll war, einmal hatte ich die Manduca falsch eingestellt und mein Sohn war quengelig, leider konnte er mir nicht Bescheid sagen, dass der Gurt am Bein drückt. Er hatte abends einen Abdruck am Bein Und ich ein sehr schlechtes Gewissen. Allerdings ist das genau ein Mal passiert und ich würde das unter "doof gelaufen" einordnen. Heute würde mir mein Sohn das einfach sagen :D .

Meinen Mann konnte ich leider nie fürs Tragen begeistern, aber auch das finde ich ok. Er fand es hingegen gut, dass ich unseren Sohn getragen hab. Er ist genau wie ich der Meinung, dass wir keinen teuren Kinderwagen gebraucht hätten, aber im Nachhinein ist man ja bekanntlicherweise immer schlauer. Eine Trageberatung halte ich auf jeden Fall für sehr nützlich und sinnvoll. Ich würde sie immer wieder machen. Mein Fazit aus dieser Geschichte ist, dass man besser in eine gute Trageberatung investiert, als in einen guten Kinderwagen, der am Ende nicht genutzt wird! :)


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Über die Autorin
Ein Foto vom Autoren dieses Blogposts: Stephanie

Stephanie wohnt seit sieben Jahren in Oldenburg. Sie ist hier zwar nicht geboren, fühlt sich aber sehr wohl und möchte nach ihrem Lehramtsstudium (Philosophie und Kunst) gerne in Oldenburg bleiben. Zu ihrer Familie gehören ihr Mann und ihr kleiner Sohn, der sie ganz schön auf Trapp hält. Zum Tragen sind sie nicht ganz freiwillig gekommen, hierzu aber im Artikel mehr.


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