Suchbegriff eingeben

Natalie Clauss auf Facebook


lade Daten...lade Daten...

Natalie Clauss auf Instagram


lade Daten...lade Daten...
Blog » Testbericht Neko Carrier (Toddlersize)

Testbericht Neko Carrier (Toddlersize) (von Natalie Clauss)

Ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen Tragehilfen, die vielleicht auch noch nicht so richtig bekannt sind. Daher bin ich auf den Neko Soft Structur Carrier der Firma Nekoslings gestoßen. Babysun, ein Shop aus Österreich, vertreibt die Produkte im deutschsprachigen Raum und so darf ich hier nun von der Toddlersize dieser Tragehilfe berichten.

Informationen zur Tragehilfe und erster Eindruck

Der Neko-Carrier. Eine Detailaufnahme des gesamten Logos mit Katzenpfote am Bauchgurt.

Nekoslings wurde 2015 in der Türkei gegründet. Neben den Tragehilfen sind dort auch Tragetücher und Ring-Slings erhältlich. Der Hersteller Nekoslings schreibt auf seiner Seite, dass "Neko" japanisch für Katze ist. Sie wollen, dass Eltern mit ihren Tragehilfen und -tüchern einfach und, wie es der Instikt uns zeigt, nah am Körper tragen. Weiter schreiben sie, dass GOTS-zertifizierte Materialien verwendet werden.

Eine Detailaufnahme der Katzepfote, die das Logo von Nekoslings ist, an der Kopfstütze des Neko-Carriers

Die Tragehilfe ist in zwei verschiedenen Größen erhältlich. Die Babysize ist laut Hersteller passend ab 4 Monate (65cm) bis 2 Jahren. Der Toddlersize soll ab 12 Monaten passen (80cm). Da ich selbst nur die Toddlersize testen konnte, kann ich die Angaben zur Babysize nicht beurteilen. Bei der Toddlersize finde ich die Stegbreite für ein Kind mit 80cm noch ein ganzes Stück zu breit, sie müsste dann zunächst verkleinert werden.

Der Neko Carrier gehört zu den Full-Buckle-Tragehilfen, denn sowohl der Bauchgurt, als auch die Träger werden mit Schnallen geschlossen. Ihr Neupreis liegt zwischen 119€ und 139€, was auch dem Preisbereich vieler anderer Tragehilfen entspricht.

Werbung

Die Träger und der Bauchgurt sind beide mit Schaumstoff gepolstert. Der Bauchgurt hat eine deutlich festere Polsterung, was wahrscheindlich eine bessere Gewichtsverteilung bewirken soll. Außerdem ist dieser konisch geformt, sodass er vorne etwas breiter ist als an den Seiten. Die Polsterung ist hier mit dem gleichen Tragetuchstoff überzogen, aus dem auch das Rückenteil besteht. Der Bauchgurt wird mit einer zentrierten Schnalle geschlossen.

Der Neko-Carrier. Eine Detailaufnahme des konisch geformten Bauchgurts. Der Neko-Carrier. Eine Detailaufnahme der Trägerbefestigung am Rückenteil der Tragehilfe.

Die Träger sind mit einem schwarzen Baumwollstoff umzogen. Bei den Trägern gibt es zwei Einstellungsmöglichkeiten, oben am Rückenteil und im unteren Bereich. Die Träger sind fest am Rückenteil der Tragehilfe befestigt. Dies ist auch bei der Babysize der Fall, dadurch ensteht ein erhöhter Druck auf den Rücken des Traglings. Das ist bei kleineren Babys nicht ganz optimal.

Der Neko-Carrier. Eine Detailaufnahme der Kopfstütze, die mit Bändern gerafft werden kann. Der Neko-Carrier. Eine Detailaufnahme der Polsterung an den Kniekehlen des Kindes

Die Verbindungsschnalle kann in der Höhe verändert werden, was angenehm ist, für den Wechsel zum Rückentragen oder den Wechsel zwischen zwei sehr unterscheidlich großen Tragenden. Die Nackenweite kann nicht eingestellt werden. Die Kopfstütze ist mithilfe von Gummibändern raffbar und lässt sich auch mit diesen an den Trägern befestigen. Der Stoff an den Kniekehlen des Kindes ist leicht gepolstert. Leider ist die Stegbreite nicht anpassbar, sodass eine Adaption notwendig ist, um in der Anhock-Spreiz-Haltung zu tragen.

Beim Tragen

Ich trage meinen schlafen 3-jährigen Sohn im Neko Carrier auf dem Rücken. Mein 3-jähriger Sohn schläft im Neko Carrier auf meinem Rücken - Seitenansicht

Ich war zunächst skeptisch, da ich nicht so der Full-Buckle-Tragehilfen-Typ bin. Weil die Stegbreite nicht verstellbar ist, hatte ich Zweifel in Bezug auf den Neko Carrier. Im Tragen zeigte sich allerdings ein ganz anderes Bild. Mit meinem 3-jähren Sohn, der etwas über 12kg wiegt, war die Trage unglaublich bequem.

Die Stegbreite war für seine Größe (92/98) genau perfekt. Dies zeigt aber auch, dass sie für kleinere Kinder womöglich noch nicht passend wäre und am besten verkleinert werden sollte. Das Rückenteil der Tragehilfe und auch die Breite macht das Tragen mit größeren Kindern sehr angenehm. Ich bekam auch beim längeren Tragen über knapp zwei Stunden keine Rückenschmerzen. Das Tragen auf dem Rücken empfand ich aber aufgrund seines Gewichts deutlich angenehmer als das Tragen vor dem Bauch. Wobei auch das Tragen vor dem Bauch sehr bequem war. Das Gurtsystem mit nur zwei Verstellmöglichkeiten macht das Anlegen und Nachziehen einfach. Die Kopfstütze lässt sich leicht an den Trägern befestigen, auch wenn ich auf dem Rücken trage.

Waschen

Der Hersteller Nekoslings empfiehlt bei den Tragehilfen die Handwäsche. Bei Tragehilfen aus reinen Baumwollstoffen bei 40°C, bei Mischgeweben bei 30°C. Ich habe bei der Handwäsche keinerlei Probleme.

Fazit

Die Kopfstütze ist mit Gummibändern am Träger befestigt.

Für mich ist der Neko Carrier Toddler eine sehr bequeme Tragehilfe für größere Kinder, die noch regelmäßig getragen werden, für den Wanderurlaub oder Ähnliches. Dabei sind die nicht einstellbare Stegbreite und die Befestigung der Träger am Rückenteil auch kein Problem mehr, da bei Kindern in dieser Größe sowohl die Hüfte als auch der Rücken weitestgehend ausgereift sind. Bei kleineren Kindern sollte der Steg abgebunden werden, damit die Anhock-Spreiz-Haltung ermöglicht wird. Preislich finde ich die Trage angenemessen, ich konnte keine qualitativen Mängel feststellen. Alles in allem finde ich die Tragehilfe für kleinere Kinder, v.a. die Babysize, nicht optimal, die Toddlersize hingegen ist gut gelöst, wenn die Stegbreite passt.

Bei der Kind und Jugend Messe in Köln wird gerade eine neue Version dieser Tragehilfe mit einem anpassbaren Steg vorgestellt. Ich bin sehr gespannt!


Werbung
Über die Autorin
Ein Foto vom Autoren dieses Blogposts: Natalie Clauss

Natalie Clauss, ist Mutter eines Sohnes, Trageberaterin und Stoffwindelberaterin. Natalie ist außerdem examinierte Ergotherapeutin, sodass anatomische Grundlagen, psychologische Aspekte wie Bindungstheorien und Krankheitswissen, ihre Artikel immer auch fachlich stützen.
Natalie hat Fortbildungen zum Tragen von Frühgeborenen, Kinesio-Taping und Qigong absolviert. Seit einiger Zeit schreibt sie mit Freude in diesem Blog. Hier veröffentlicht sie Testberichte zu Stoffwindeln, Tragetüchern und Tragehilfen, aber auch persönliche Themen sind hier zu finden.


Kommentieren:

*Pflichtfelder

Kommentare zu diesem Post:

Noch keine Kommentare zu diesem Post vorhanden.




Meine neuesten Blogartikel:

21 Oktober 2017

Detailaufnahme des Tragetuchs mit Logo.

Testbericht Coccolare Gradiation Bordo Ombre

Die polnische Firma Coccolare ist in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Ich freue mich immer neue Tuchfirmen kennenzulernen und so war es toll, dass ich die Gelegenheit bekam, ein Tragetuch von Coccolare zu testen. […]

lesen

20 Oktober 2017

Detailaufnahme des Tragetuchs mit Logo.

Testbericht Luluna Slings Geo Fly Miracle

[…] Ein Gruppe von Freunden gründete den Hersteller Luluna Slings. Dadurch wollten sie ihre Kreativität, aber auch ihre Leidenschaft zum Tragen durch ihre Tragetücher zum Ausdruck bringen. Wie auf ihrer Website beschrieben, wollten sie mit der Gründung ihrer Firma etwas Einzigartiges schaffen […]

lesen

19 Oktober 2017

Detailfoto einer Baumwollpflanze

Kleine Materialkunde - Stoffwindeln

Bei Stoffwindeln gibt es verschiedene Materialien, die verwendet werden können. Für den Nässeschutz und die Saugeinlagen gibt es hier unterschiedliche Möglichkeiten und die Materialien weisen verschiedene Eigenschaften auf, sodass eine Windel individuell zusammengestellt oder ausgewählt werden kann. […]

lesen