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Blog » Testbericht Tragehilfe Schnallen-Onbuhimo von Lenny Lamb

Testbericht Tragehilfe Schnallen-Onbuhimo von Lenny Lamb (von Natalie Clauss)

Ich durfte erneut einen Onbuhimo testen, diesmal vom polnischen Hersteller Lenny Lamb. Hier hatte ich beide Größen zum Testen zur Verfügung.

Informationen zur Tragehilfe und erster Eindruck

Lenny Lamb ist mittlerweile ein relativ bekannter Hersteller im Bereich des Babytragens. Er hat eine große Auswahl an Traghilfen, Tragetüchern und Ring-Slings. Aber auch einiges an Zubehör wie verschiedene Taschen oder Tragekleidung oder auch Puppentragehilfen sind dort erhältlich.

Das Logo auf des Onbohimos von Lenny Lamb.

Wie oben schon geschrieben, durfte ich den Schnallen-Onbuhimo in zwei Größen testen, nämlich Standard und Toddler. Die Toddlersize ist momentan noch nicht im Shop verfügbar. Die Größe Standard passt schon relativ früh und kann ca. ab Gr. 62/68 gut angepasst werden und passt von der Stegbreite bis ungefähr Gr. 80. Die Toddlersize passt von der Stegbreite ungefähr bis Gr.92. Ich würde die Tragehilfe allerdings nicht unbedingt bei kleinen Babys empfehlen, weil bei dieser Tragehilfenart ein erhöhter Druck auf den Nacken des Babys entsteht. Daher würde ich die Trage eher ab Sitzalter empfehlen.

Die Stegverstellung des Onbohimos von Lenny Lamb.

In besonderen Situationen wie Schwangerschaft ist sie allerdings sehr vorteilhaft, weil durch den fehlenden Bauchgurt kein Druck am Bauch vorhanden ist. Allerdings wird das gesamte Gewicht dann von den Schultern getragen, was eher zu Verspannungen führen kann. Der Neupreis der Tragehilfe liegt, je nach Modell, zwischen 54€ und 95€. Damit gehört sie zu den günstigeren Tragehilfen. Der Hersteller hat eine große Auswahl an Modellen mit ganz unterschiedlichen Farben und Motiven.

Der Beutel des Onbohimos von Lenny Lamb.

Die Träger des Onbuhimos sind vollständig mit dem Tragetuch umkleidet, aus welchem auch das Rückenteil und die Kopfstütze bestehen. Die Träger sind sehr dick gepolstert, was den erhöhten Druck auf den Schultern etwas dämpfen soll. Die Verstellmöglichkeiten in der Länge befinden sich an drei Punkten, sodass sie sehr variabel ist. Meiner Meinung nach hätten zwei Verstellmöglichkeiten jedoch ausgereicht. Die Nackenschnalle kann in der Höhe angepasst werden. Die Stegeinstellung erfolgt mit Kordeln, die in passender Breite geknotet werden. Seitlich, an den Kniekehlen des Babys, ist die Tragehilfe gepolstert. Der Beutel unterhalb der Trägerbefestigung ist im Vergleich zu anderen Onbuhimos deutlich größer, was die Fixierung unter dem Po und das Anlegen der Tragehilfe erleichtern soll. Die Kopfstütze kann gerafft und an den Trägern befestigt werden.

Beim Tragen

Der Onbohimo von Lenny Lamb in einer Trageansicht von vorne.

Ich war vor dem Tragen eher skeptisch, weil ich bei mehreren anderen Onbuhimos Probleme mit zu langen Trägern hatte. Beim Schnallen-Onbuhimo von Lenny Lamb konnte ich die Träger allerdings auch sehr fest ziehen, sodass das Tragen an sich deutlich bequemer war und mein Sohn auch mehr sehen konnte.

Der Onbohimo von Lenny Lamb in einer Trageansicht von hinten. Diesmal in der Größe Standard mit Tragepuppe.

Aufgrund der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten und der Länge der Gurte passt die Trage jedoch auch für größere Eltern. Die dicke Polsterung der Träger empfand ich als wahren Segen, sodass ich das Tragen sehr angenehm fand. Bei heißen Temperaturen ist der fehlende Bauchgurt eine Erleichterung. Das Anlegen des Tragehilfe ist, vor allem bei Kindern, die schon laufen können, sehr einfach. Auch der große Beutel erleichtert das Anlegen und macht es für das Kind bequemer. Bei kleineren Babys, getestet mit den Puppen aus meinen Trageberatungen, war mir dieser Beutel jedoch ein klein wenig zu groß.

Waschen

Es handelt sich in meinem Fall um Testtragehilfen, weshalb ich sie nicht gewaschen habe. Ich würde Tragehilfen mit Schnallen aber persönlich immer mit der Hand waschen. Im Zweifelsfall sollte aber die Waschanleitung des Herstellers beachtet werden.

Fazit

Der Onbohimo von Lenny Lamb in einer Trageansicht von hinten, diesmal in der Toddlersize. Ich trage Noah darin, wir stehen am Oldenburger Hafen und blicken in den Sonnenuntergang.

Der Schnallen-Onbuhimo konnte mich, besonders in der Toddlersize, wirklich überzeugen! Die dicke Polsterung der Träger macht das Tragen sehr angenehm, zumal ohnehin das gesamte Gewicht auf den Schultern liegt. Ich finde sehr gut, dass die Tragehilfe auch für sehr kleine, schmale Eltern gut anpassbar ist, ebenso passt sie aber auch für größere und korpulentere Eltern. Die Toddlersize war nach meinem Test noch etwas besser, weil sie von der Größe eher zu den Bedürfnissen des Entwicklungsstandes passt. Kinder, die bereits laufen oder zumindest sitzen, wollen in der Regel immer mal zwischendurch auch nicht in der Trage sein, was durch das einfache An- und Ablegen sehr gut möglich ist. Auch hat sich die Wirbelsäule hier schon weiter aufgerichtet. Bei kleinen Kindern, für die die Standardgröße passend ist, würde ich eher zu Tragehilfensystemen mit einem Bauchgurt zurückgreifen.


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Über die Autorin
Ein Foto vom Autoren dieses Blogposts: Natalie Clauss

Natalie Clauss, ist Mutter eines Sohnes, Trageberaterin und Stoffwindelberaterin. Im Sommer macht Natalie ihr ergotherapeutisches Examen, sodass anatomische Grundlagen, psychologische Aspekte wie Bindungstheorien und Krankheitswissen, ihre Artikel immer auch fachlich stützen.
Natalie hat Fortbildungen zum Tragen von Frühgeborenen, Kinesio-Taping und Qigong absolviert. Seit einiger Zeit schreibt sie mit Freude in diesem Blog. Hier veröffentlicht sie Testberichte zu Stoffwindeln, Tragetüchern und Tragehilfen, aber auch persönliche Themen sind hier zu finden.


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