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Blog » Wolle fetten? Leicht gemacht!

Wolle fetten? Leicht gemacht! (von Natalie Clauss)

In der Stoffwindelwelt sind Überhosen aus Wolle, besonders für die Nacht, beliebt. Doch damit die Wolle dicht hält und die Flüssigkeit nicht nach außen dringt, muss sie gefettet werden. Ich beschreibe dir in diesem Artikel, wie du deine Wollüberhosen oder Wollinnenwannen fetten kannst. Da die Windeln in der Regeln vorher gewaschen werden, beschreibe ich diesen Vorgang auch noch ganz kurz.

Wann muss eine Wollüberhose gefettet werden?

Ein Behälter mit Wollfett (adeps lanae anhydricus)

Wenn die Überhose täglich benutzt wird, reicht es meist, wenn sie ungefähr alle drei Wochen gewaschen wird. Wenn sie verschmutzt ist, muss sie natürlich vorher gewaschen werden. Auch wenn sie undicht ist, sollte sie erneut gewaschen und gefettet werden. Ansonsten hat Wolle einen selbstreinigenden Charakter, weshalb sie lange ohne Waschen genutzt werden kann.

Was du brauchst:

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  • Wollwaschmittel
  • eine Schüssel oder einen Eimer
  • Wollfett (adeps lanae anhydricus), Teelöffel und Spüli oder alternativ Wollkur
  • Tasse oder kleine Schale
  • kochendes Wasser, kaltes und lauwarmes Wasser
  • Handtuch
  • Wäscheständer

Waschen

Eine rote Wollüberhose von Disana liegt neben einer Edelstahlschüssel, die mit zur hälfte Wasser (mit Wollwaschmittel) gefüllt ist. Eine rote Wollüberhose von Disana liegt in einer Edelstahlschüssel. Diese ist mit Wasser gefüllt.

Da ich so gut wie nie ausreichend Wollwäsche habe, um eine Waschmaschine voll zu bekommen, habe ich die Wollüberhosen immer mit Hand gewaschen. Dafür habe ich lauwarmes Wasser in eine große Schüssel oder ins Waschbecken gefüllt und etwas Wollwaschmittel darin gelöst. Darin lege ich die Überhosen für einige Minuten (meist ca. eine Viertelstunde) ein. Danach lasse ich das Wasser ab und spüle die Windeln gründlich mit Wasser durch damit Seifenreste herausgespült wurden.

Fetten

Ein Behälter Wollimprägnierung und ein Glas von der hergestellten Emulsion.

Zum Fetten drehe ich die Windeln zunächst auf links, da sie schließlich innen dicht sein sollen. So werden sie dann gefettet. Dafür gibt es letztendlich zwei Möglichkeiten: Entweder ich nehme eine fertige Wollkur, in der das Wollfett bereits gelöst ist und eine Emulsion hergestellt ist. Oder ich stelle diese Emulsion selbst hier, was nicht viel mehr Aufwand bedeutet.

Das Wollfett wird mit einigen Tropfen Spülmittel in kochendem Wasser mit einem Teeloffel verrührt. Ein Teelöffel liegt auf einem Glas. Auf dem Teelöffel befindet sich etwas Wollfett. Daneben liegt der Behälter für das Wollfett.

Dafür nehme ich ungefähr einen halben Teelöffel Wollfett (pro Windel) und löse das Fett in einer Tasse oder kleinen Schale mit kochendem Wasser. Damit sich das Fett lösen kann benötige ich außerdem etwas Spülmittel (oder Babyshampoo), ich verwende meist 2-3 Tropfen. Hierbei sollte es nicht zu sehr schäumen. Beim Umrühren sollte sich das Fett vollständig lösen und das Wasser milchig werden.

Ein Glas mit milchiger Emulsion. Daneben steht ein Behälter mit Wollfett.

In eine große Schüssel gebe ich kaltes Wasser, sodass die Überhosen darin gut bedeckt wären. Ich verrühre das kalte Wasser mit der (hergestellten) Emulsion. Wenn ich die fertige Wollkur verwende, nutze ich lauwarmes Wasser. Dann lege ich die Überhosen in die Schüssel und tauche sie gut unter. Anschließend stelle ich eine Tasse oder einen Teller darauf, damit die Windeln vollständig im Wasser liegen.

Eine rote Wollüberhose liegt in einem Wollfettbad.

Die Windeln müssen mindestens 4 Stunden so liegen. Ich habe es gerne über Nacht gemacht. Danach habe ich das Wasser abgegossen, die Überhosen in ein Handtuch gelegt und fest von oben und unten ausgedrückt. Viele laufen auch darauf herum damit schon möglichst viel Flüssigkeit im Handtuch hängen bleibt. Wichtig ist, dass die Windeln nicht ausgewrungen werden, weil dabei auch das Wollfett mit herausgedrückt würde. Im Anschluss werden die Windeln liegend auf einem Wäscheständer getrocknet. Je nachdem wie viel Flüssigkeit sich noch in der Windel befindet, so lange dauert das Trocknen.


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Über die Autorin
Ein Foto vom Autoren dieses Blogposts: Natalie Clauss

Natalie Clauss, ist Mutter eines Sohnes, Trageberaterin und Stoffwindelberaterin. Natalie ist außerdem examinierte Ergotherapeutin, sodass anatomische Grundlagen, psychologische Aspekte wie Bindungstheorien und Krankheitswissen, ihre Artikel immer auch fachlich stützen.
Natalie hat Fortbildungen zum Tragen von Frühgeborenen, Kinesio-Taping und Qigong absolviert. Seit einiger Zeit schreibt sie mit Freude in diesem Blog. Hier veröffentlicht sie Testberichte zu Stoffwindeln, Tragetüchern und Tragehilfen, aber auch persönliche Themen sind hier zu finden.


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