Familienbegleitung
Natalie Clauss

Testbericht BuzziBu von Buzzidil

erschienen

Im Rahmen einer Testreise, organisiert von LovesBabywearing, durfte ich die Hybrid-Tragehilfe BuzziBu von Buzzidil testen. Zur Buzzidil Babytrage habe ich bereits einen Testbericht verfasst und die Buzzidil Versatile-Version befindet sich seit einiger Zeit in meinem Beratungssortiment. So war ich war gespannt, wie sich das BuzziBu tragen lässt.

Informationen zum Hersteller und zur Trage

BuzziBu. Detailaufnahme des Buzzidil-Logos aufgenäht an der Tragehilfe.

Buzzidil ist ein Hersteller aus Österreich, der verschiedene Tragehilfen (Buzzidil, Wrapidil und BuzziBu), sowie Tragetücher und Ring-Slings produziert. Sie schreiben auf der Website, dass alle Tragehilfen ergonomisch und lange nutzbar sind. Es werden außerdem Vorteile des Babytragens für Eltern und Baby beschrieben. So kann ich dort lesen, dass das Tragen die Entwicklung fördert und die Eltern gleichzeitig Bewegungsfreiheit haben.

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Zur Nutzungsdauer schreibt der Hersteller selbst, dass sie zwischen 6 und 36 Monaten genutzt werden kann. Als Onbuhimo würde ich die Tragehilfe ab Sitzalter empfehlen, weil hierbei ein erhöhter Druck auf den Nacken entsteht. Bei meinem 3-jährigen Sohn mit Gr.98 war die Stegbreite minimal zu klein. Für 6-monatige Babys könnte die Tragehilfe möglicherweise noch zu groß sein.

BuzziBu. Aufnahme der gesamten Tragehilfe liegend auf einem Holzboden

Das BuzziBu gehört zu den Hybrid-Tragehilfen. Sie kann sowohl als Onbuhimo, als auch als Full-Buckle-Tragehilfe genutzt werden. Hierfür wird ein Stück Gurtband unten ergänzt, sodass ein Bauchgurt entsteht. Die Träger werden dann am Rückenpaneel befestigt. Preislich liegt sie je nach Modell zwischen knapp 140€ und knapp 150€, wobei ich die Bestellung über einen deutschen Shop empfehlen würde, um Versandkosten zu sparen.

BuzziBu. Detailaufnahme der Stegeinstellung mit den Kordelzügen.

Ein Bauchgurt ist im eigentlichen Sinne nicht vorhanden. Er entsteht aus dem ergänzten Gurtband und dem unteren Bereich des Rückenteils. Dabei ist keine Polsterung vorhanden. Die Stegbreite wird mithilfe von zwei Kordelzügen angepasst.

Bei der Nutzung als Onbuhimo werden die Träger an den unteren Schnallen befestigt, die bei der Full-Buckle-Variante für den Bauchgurt sind. Es werden jeweils Sicherheitsschnallen verwendet, die nur mit drei Punkten geöffnet werden können. Die Träger haben drei Verstellmöglichkeiten, die Polsterschnallen vorne und zwei weitere Zugmöglichkeiten hinten. Die Verbindungsschnalle kann in der Höhe angepasst werden.

BuzziBu. Detailaufnahme der seitlichen Tasche, in die die Gurtergänzung gesteckt werden kann.

An einer Seite des Rückenteils befindet sich eine kleine Tasche, in die das ergänzende Gurtband für die Nutzung als Full-Buckle-Tragehilfe gesteckt werden kann. Das finde ich sehr praktisch, weil das Band dadurch nicht verloren geht. Die Kopfstütze ist, wie bei Buzzidil typisch, sehr groß und kann mit Bändern am Rückenpaneel befestigt werden. Sie ist durch Kordelzüge raffbar.

Beim Tragen

BuzziBu. Aufnahme von der Seite, wie ich meinen 3-jährigen Sohn im Onbuhimo trage. BuzziBu. Aufnahme von hinten, wie ich meinen 3-jährigen Sohn im Onbuhimo trage.

Ich habe das BuzziBu mehrfach mit meinem fast 4-jährigen Sohn getestet. Bei ihm war die Stegbreite schon etwas knapp, aber noch gut nutzbar. Als Onbuhimo konnte ich meinen Sohn gut hoch tragen, was dabei wichtig ist, weil es sonst schnell unbequem auf den Schultern wird. Wir hatten aber beide dicke Jacken an und ich fürchte, dass mir die Tragehilfe mit Sommerkleidung an den Trägern leicht zu lang wäre. Vom Tragekomfort empfand ich die Trage als sehr angenehm. Die Träger lagen gut auf meinen Schultern und die Polsterung drückte nicht.

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Bei der Nutzung als Full-Buckle-Tragehilfe war ich zunächst skeptisch, weil der Bauchgurt nicht sonderlich stützend wirkte und ich dachte, das Gurtband würde einschneiden. Dem war aber nicht so. Ich war selbst erstaunt, aber sie war wirklich sehr bequem. Es ist dabei sehr praktisch, dass nur ein Stück Gurtband ergänzt werden muss, welches sich in der Tasche direkt an der Trage befindet. Dadurch habe ich direkt zwei Tragehilfen in einem, ohne dass ich einen großen Bauchgurt mitnehmen müsste.

Bei kleineren Kindern könnten die Kordelstopper am Rücken drücken, wenn die Trage als Onbuhimo genutzt wird. Hierbei müsste nämlich mehr Stoff unter dem Po sein, damit die Rückenteillänge passend ist. Dadurch könnten die Kordelstopper der Stegeinstellung weiter innen sein.

Waschen

Laut Hersteller kann die Tragehilfe bei 30 Grad mit der Hand gewaschen werden. Ich würde ebenfalls zur Handwäsche raten, um die Schnallen zu schonen.

Fazit

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Ich kann die Tragehilfe mit gutem Gewissem weiterempfehlen, wobei das Testen vorher, wie immer bei Tragehilfen, sinnvoll wäre. Sie hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich persönlich empfand beide Varianten als sehr bequem. Das System ist sehr durchdacht und mit der Tasche für das zusätzliche Gurtbandstück wirklich praktisch.

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