Familienbegleitung
Natalie Clauss

Tragen im Winter

erschienen

Wenn es langsam kälter wird, kommt wieder häufiger die Frage auf, was beim Tragen im Winter beachten werden sollte und ob dann überhaupt getragen werden sollte. Die zweite Frage kann ich euch direkt hier beantworten: Natürlich könnt ihr auch und besonders im Winter eure Babys oder Kleinkinder tragen!

Das Deutsche Rote Kreuz schreibt dazu sogar auf der Website:

Der wichtigste Rat für Eltern ist: Babys immer am Körper tragen! […] Im Kinderwagen oder einer Babyschale kann es schnell zu einer Unterkühlung kommen. Deshalb ist es besser, sich die ganz Kleinen beispielsweise mit einem Tuch vor den Bauch zu binden und den eigenen Mantel drüber zu schließen. Körperwärme ist der beste Schutz.

Was ihr dabei beachten solltet, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Dabei habe ich die Fragen aus dem Artikel zum Tragen im Sommer übernommen.

Womit trage ich am besten?

Im Winter ist eigentlich ziemlich egal, ob ihr mit einem Tragetuch oder einer Tragehilfe und auch mit welcher Bindeweise ihr tragt. Natürlich sollten ergonomische und anatomische Aspekte dabei berücksichtigt werden, aber das gilt schließlich immer. Mehrlagige Bindeweisen mit dem Tragetuch sind entsprechend wärmer, was beim Anziehen des Kindes und der eigenen Kleidung zu beachten ist, aber dazu später mehr.

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Bei Tragetüchern wird für den Winter gerne Wolle empfohlen, weil sie schön kuschelig und temperaturausgleichend ist. Das Material des Tragetuchs spielt aber nur eine nebensächliche Rolle. Ansonsten sollten besonders kleine Babys mit in einer Tragejacke oder mit der eigenen Jacke mit einer Jackenerweiterung wie bspw. Kumja oder alternativ einem Tragecover getragen werden.

Was ziehe ich meinem Kind an?

Grundsätzlich eignet sich der Zwiebellook für den Winter bei Babys (und auch bei uns) am besten. Ganz einfach weil mehrere dünne Kleidungsschichten uns besser warm halten als eine dicke Schicht. Kleidung aus einem Wolle-Seide-Gemisch ist dabei besonders angenehm als Unterwäsche, also als Body, allerdings sind diese relativ teuer und nicht ganz so pflegeleicht. Darüber kommt dann eine Schicht normale Kleidung wie bspw. ein Strampler oder ein Pulli und eine Hose. Auch Stulpen wie Babylegs können perfekt sein, um den Bereich zu wärmen, der sich nicht in der Tragehilfe oder dem Tragetuch befindet.

Füße und Kopf müssen zusätzlich gewärmt werden durch Socken und Mütze. Auch Wollwalkstiefelchen eignen sich hier sehr gut. Ansonsten stellt die Tragehilfe, oder eben das Tragetuch, eine weitere wärmende Schicht dar. Wenn das Kind nicht mit in einer Tragejacke, einer Jackenerweiterung oder einem Tragecover getragen wird, muss es entsprechend dicker angezogen werden. Dies gilt natürlich auch für größere Kinder, die vielleicht zwischendurch laufen möchten.

Wann und wo trage ich am besten?

Diese Frage ist beim Tragen im Winter weniger relevant. Allgemein ist aber eher gegensätzlich zum Tragen im Sommer. Besonders früh morgens und abends ist es meist deutlich kälter, sodass evtl. ein Spaziergang im Laufe des Tages besser wäre.

Was sollte ich sonst noch beachten?

Bei Glatteis ist besondere Vorsicht geboten. Am besten solltest du glatte Wege so gut es geht vermeiden. Ansonsten könnten Spikes oder Ähnliches helfen, um ein Ausrutschen zu verhindern. Häufig ist dies aber gerade in der Stadt nicht notwendig.

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Ansonsten gilt, wie immer, auf die Anzeichen des Babys zu achten und auch, ob dem Kind womöglich zu kalt ist. Manche Babys frieren früher als andere. Die Temperatur kannst du am besten zwischen den Schulterblättern kontrollieren. Die Haut sollte dort angenehm warm sein, aber nicht nass vor Schweiß. Wenn du dort nicht hinkommst zum Fühlen, kannst du stattdessen im Nacken die Temperatur kontrollierne. Das ist zwar nicht ganz so genau, aber gibt dennoch einen Eindruck. Wer zittert oder bläuliche Lippen bekommt, friert und gehört ins Warme.

Außerdem müssen natürlich die Atemwege des Kindes frei bleiben, damit es ausreichend Luft bekommt. CO2-Nester durch Schals oder Ähnliches sollten vermieden werden. Besser eignen sich Rollkragenpullover oder spezielle Mutter-Kind-Schals.

Und trotz der kalten Temperaturen und auch wenn es uns Überwindung kostet, ist es wichtig, rauszugehen. Die frische, kalte Luft macht uns wach und stärkt den Kreislauf. Also warm einpacken und ab nach draußen!

Bildquelle:

Das Titelbild kommt von pixabay.com.

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