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Eine DIY-Kletterwand fürs Kinderzimmer (von Natalie Clauss)

Zur Sicherheit werden vor der Kletterwand Matten ausgelegt.

Einige haben es bei Facebook oder Instgram schon mitbekommen: Wir haben im Kinderzimmer eine kleine Kletterwand mit Bouldern gebaut. Vielleicht fragst du dich jetzt, warum denn eine Kletterwand? Nun, da hatten wir mehrere Gründe. Eine sichere Klettermöglichkeit zu schaffen war uns wichtig, als wir sahen, dass unser Sohn begann überall hochzuklettern. Er öffnete bspw. Schubladen seines Schranks und kletterte daran fast bis oben drauf. Das war uns einfach zu unsicher.

Wir erkundigten uns also bei unserem Lieblingskletterzentrum, was es so für Möglichkeiten gibt. Die fertigen Platten, die in Kletterhallen verwendet werden, waren uns mit 300€ pro m² dann doch zu teuer und so entschieden wir, dass wir sie selbst bauen würden.

Also eigentlich hat mehr mein Mann sie gebaut, weil es für mich mit der Sprungsgelenksverletzung sehr schwierig war. Ich möchte euch im Folgenden zeigen, wie bei uns die Boulderwand entstanden ist und was wir beim nächsten Bau anders machen würden.

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Wir wollten die Boulder nicht direkt an der Wand befestigen, weil das sehr viele Löcher geworden wären. Außerdem hätten wir dann auch keine Möglichkeit gehabt, die Boulder umzuschrauben und damit die Routen einfacher oder schwieriger zu machen. Auch wenn eine Route langweilig wird, kann sie damit schnell verändert werden. Natürlich ist das zunächst mit etwas mehr Aufwand verbunden.

Wand ausmessen und Holz kaufen

Die Holzlatten liegen schon bereit.

Wir fertigten zunächst eine kleine Skizze der Wand an, an der die Kletterwand entstehen sollte. Dadurch konnte wir die Holzmenge und Menge der Einschlagmuttern und Schrauben abschätzen.

Für die Kletterwand benötigten wir folgende Materialien: OSB-Platten in der Stärke 11mm, Holzlatten mit einer Dicke von 5cm, ausreichend lange Schrauben mit entsprechend langen Dübeln, Holzschrauben und Einschlagmuttern (M8). Diese wurden dann im Baumarkt gekauft und teilweise im Internet bestellt.

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Zusätzlich brauchten wir natürlich auch etwas Werkzeug: Stichsäge, Bohrmaschine mit verschiedenen Bohrern, Stift zum Anzeichnen, Wasserwaage, Gliedermaßstab, Senker zum Vertiefen der Bohrlöcher um scharfe Kanten der Schrauben zu vermeiden, Akkuschrauber, Hammer, Imbusschlüssel zum Anbringen der Boulder. Später werden natürlich auch die Boulder selbst, sowie Matten als Fallabsicherung benötigt.

Latten an der Wand anbringen

Wenn das Material und das Werkzeug schließlich vollständig vorhanden sind, kann mit dem Bau begonnen werden. Zunächst sägt mein Mann die Holzlatten mit der Stichsäge in der passenden Länge zu. Hierbei muss auf Vorder- und Rückseite geachtet werden, weil die Platten sonst beim Stecken später nicht vollständig schließen. Er verwendetete für die Wand vier Latten. Dies ist jedoch von der Höhe des Raumes abhängig.

Die Latten markieren und mit der Stichsäge absägen. Noah hält mit mir zusammen den Akkuschrauber. Wir bohren die Holzlatten vor.
Mithilfe einer Wasserwaage und Schrauben werden die Holzlatten an der Wand befestigt.

Die Latten werden auf der Wand verteilt und dafür werden vorher mit einem Bleistift Markierungen gemacht. Hierbei haben wir eine Wasserwaage benutzt, damit die Latten gerade angebracht werden konnten. Mit der Bohrmaschine werden schließlich mit einem Holzbohrer Löcher auf die Latte verteilt, die Löcher werden außerdem angesenkt damit die Schrauben vollständig in den Latten verschwinden. So kann später die OSB-Platten direkt auf den Latten befestigt werden. Danach werden Markierungen durch diese Löcher hindurch an die Wand übertragen welche dann mit dem Betonbohrer nachgebohrt werden. Es werden Dübel eingesetzt und die Latte wird mit langen Schrauben an der Wand befestigt.

Vorbereitung der OSB-Platten

Die Einschlagmuttern in der Größe M8 liegen schon bereit. Die Einschlagmuttern werden in die OSB-Platten geschlagen. Auf der Vorderseite werden diese etwas angesenkt.
Ein OSB-Platte mit eingeschlagenen Einsschlagmuttern und gesenkten Bohrlöchern auf der Vorderseite an die Wand gelehnt.

Zunächst muss ich hier einen Plan machen, wie die OSB-Platten an der Wand verteilt werden sollen. Hier müssen wahrscheinlich mehrere Platten noch zugesägt werden. Beim Planen ist zu beachten, dass die OSB-Platten gesteckt werden und daher am besten mit einer halben Platten begonnen wird, um ein Profil zu erhalten, welches oben genutzt werden kann. Falls ihr, wie wir, Schrägen habt, müssen diese ausgemessen werden und die Platten passend zugesägt werden. Dies ist zwar ein bisschen knifflig, aber Vorbereitung ist alles.

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Wenn die Platten zugesägt sind, werden die Löcher für die Einschlagmuttern vorgezeichnet. Wir haben am Rand und am Boden 10cm Platz gelassen und dann alle 20cm ein Loch markiert. Dafür kann man sich am besten eine Schablone anfertigen, indem man bspw. in ein Stück Pappe zwei Löcher mit dem Abstand hineinbohrt. Die Löcher können auch versetzt aufgezeichnet werden.

Im Anschluss werden diese Markierungen mit einem Holzbohrer durchgebohrt und etwas angesenkt. An der Rückseite werden die Einschlagmuttern mit dem Hammer eingeschlagen.

Anbringen der OSB-Platten an der Wand

Alle Boulder sind angeschraubt.

Die Platten werden nun mithilfe von Holzschrauben (bspw. Spax) an den Latten angebracht. Wir haben pro OSB-Platte drei Schrauben auf einer Latte verteilt. Die Platten werden nach dem vorherigen Plan angebracht. Dabei sollte auf Vorder- und Rückseite geachtet werden, damit keine Lücken entstehen. Eigentlich sollten die Platten aber bereits entsprechend zugesägt sein. Wer möchte, kann die Platten auch noch entsprechend bemalen oder verzieren.

Anschrauben der Boulder an der Kletterwand

Nachdem die Sägespäne weggesaugt wurden, können die Boulder mit den passenden Schrauben an der Wand befestigt werden. Wir haben diese Klettergriffe von Amazon genutzt, sind damit aber nicht vollständig zufrieden. Die Qualität ist nicht gut, sodass einer der Griffe bereits beim Anschrauben zerbrach. Desweiteren ist das Material der Griffe rutschig. Wir würden daher andere Klettergriffe empfehlen, auch wenn diese zunächst mehr kosten. Dazu kann man am besten nach proffesionellen Klettergriff-Shops googlen oder sich beim Fachmann in der nächsten Kletterhalle beraten lassen.

Am Fuße der Kletterwand finden eine Weiche und eine festere Matte ihren Platz Ein roter Boulder ist schon an der Kletterwand festgeschraubt

Unter der Kletterwand haben wir eine weiche Matraze ausgelegt und eine etwas festere Matte darüber gelegt. So tut sich, falls mal einer fällt, auch niemand ernsthaft weh.

Beim Anschrauben können die Boulder alle mit zusätzlichen Schrauben gesichert werden, damit sie sich nicht drehen können. Wir achten beim Schrauben der Routen auch darauf, dass die Topgriffe möglichst sicheren Halt bieten, um Stürzen vorzubeugen.

Und nun wünschen wir euch viel Spaß beim Bauen und vor allem beim Klettern!


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Über die Autorin
Ein Foto vom Autoren dieses Blogposts: Natalie Clauss

Natalie Clauss, ist Mutter eines Sohnes, Trageberaterin und Stoffwindelberaterin. Natalie ist außerdem examinierte Ergotherapeutin, sodass anatomische Grundlagen, psychologische Aspekte wie Bindungstheorien und Krankheitswissen, ihre Artikel immer auch fachlich stützen.
Natalie hat Fortbildungen zum Tragen von Frühgeborenen, Kinesio-Taping und Qigong absolviert. Seit einiger Zeit schreibt sie mit Freude in diesem Blog. Hier veröffentlicht sie Testberichte zu Stoffwindeln, Tragetüchern und Tragehilfen, aber auch persönliche Themen sind hier zu finden.


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