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Blog » Warum nicht perfekt perfekt ist

Warum nicht perfekt perfekt ist (von Natalie Clauss)

Gerade als Eltern wird man ständig damit konfrontiert, was denn gut für das Kind sein soll und was nicht. Jeder hat dazu eine Meinung und viele meinen diese einem, als wirklich DAS Beste für das Kind, verkaufen zu wollen. Bücher und sogenannte Expertenmeinungen widersprechen sich, was und wem soll ich da noch glauben?

Jeder muss seinen eigenen Weg finden… Ja, wenn das mal so einfach wäre. Bio ist super. Doch, wir können nicht immer Bio kaufen. Uns fehlt die Zeit und das Geld, um auf den Markt zu gehen und in verschiedene Biomärkte. Ja, so oft es geht, kaufen wir Bio. Ich fühle mich damit besser. Doch wenn nicht, ist das für mich kein Weltuntergang. Ich mache das, was möglich ist.

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Ich möchte bindungsorientiert und auf Augenhöhe mit meinem Kind umgehen, es ernst nehmen und Kompromisse eingehen. Und doch werde ich manchmal laut. Manchmal fehlt mir die Kraft nach acht Stunden Arbeit. Und doch gebe ich mein Bestes, mehr kann ich nicht tun und das ist genug. Ich muss aufhören, mich dafür zu verurteilen. Das führt zu nichts außer Selbsthass. Doch wie kann ich aus Selbsthass heraus lieben, wo doch die Liebe zu mir selbst, die Grundlage dafür ist, andere zu lieben. Es fällt mir immer noch schwer und doch gebe ich mir Mühe. Ich gebe mir Mühe, mir selbst und anderen zu verzeihen, dass wir nicht perfekt sind. Denn es reicht, dass wir unser bestes tun.

Jeder tut sein Bestes und das ist genug. Jeder tut seinen Beitrag zu einem bisschen mehr Frieden, ein bisschen mehr Liebe. Ich trage, habe gestillt, wir schlafen im Familienbett, weil das zu uns passt, weil das für uns perfekt ist, weil ich mich damit wohl fühle. Doch das ist unser Weg, der zu uns passt und vielleicht nicht zu euch. Vielleicht ist euer Weg ein ganz anderer und doch so perfekt, eben weil er zu euch passt und ihr euch damit wohl fühlt.

Wir begleiten unseren Sohn in den Schlaf und manchmal macht es mich wahnsinnig. Dann bin ich froh, dass ich einen Mann habe, der mich unterstützt, der oft so viel mehr Ruhe ausstrahlt, als ich es kann. Wir sind ein Team, haben unseren Weg gefunden. Doch mit jedem neuen Entwicklungsschritt stehen wir vor neuen Aufgaben. Manchmal wissen wir nicht weiter. Ist das richtig, wie wir das machen? Ich höre in mich hinein, ob ich mich damit gut fühle. Wenn nicht, müssen wir etwas ändern. Wenn ja, wird es schon gut sein. Für uns. Es tut uns gut, darüber zu sprechen. Manchmal sind wir anderer Meinung, doch wir sind eben nicht gleich. Und dennoch gehen wir diesen Weg gemeinsam mit all seinen Hürden und Schwierigkeiten und tun unser Bestes, weil das Beste so perfekt ist mit all seinen Fehlern!

Bildquelle:

Das Titelbild kommt von pixabay.com.


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Über die Autorin
Ein Foto vom Autoren dieses Blogposts: Natalie Clauss

Natalie Clauss, ist Mutter eines Sohnes, Trageberaterin und Stoffwindelberaterin. Natalie ist außerdem examinierte Ergotherapeutin, sodass anatomische Grundlagen, psychologische Aspekte wie Bindungstheorien und Krankheitswissen, ihre Artikel immer auch fachlich stützen.
Natalie hat Fortbildungen zum Tragen von Frühgeborenen, Kinesio-Taping und Qigong absolviert. Seit einiger Zeit schreibt sie mit Freude in diesem Blog. Hier veröffentlicht sie Testberichte zu Stoffwindeln, Tragetüchern und Tragehilfen, aber auch persönliche Themen sind hier zu finden.


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Kommentare zu diesem Post:

1 Sabrina Kunz schrieb:

  25.12.2017 - 15:36 Uhr

Schöne Weihnachtliche Grüße und ein Lob an deinen Blog




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