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Blog » Was hilft bei Schwangerschaftsübelkeit?

Was hilft bei Schwangerschaftsübelkeit? (von Natalie Clauss)

Die ersten drei Monate einer Schwangerschaft sind häufig begleitet von der typischen Übelkeit, medizinisch Emesis genannt. Bei manchen Schwangeren tritt die Übelkeit gar nicht erst auf, bei anderen hält sie deutlich länger an. Auch das Ausmaß kann sehr unterschiedlich und zwar nicht nur von Frau zu Frau, sondern auch von Schwangerschaft zu Schwangerschaft. Einige Frauen müssen sich auch übergeben. Und fast alle, die damit zu tun haben, fragen sich früher oder später, ob denn irgendwas dagegen helfen kann. Ich möchte euch hier ein paar Tipps geben, die helfen können, aber nicht müssen. Auch meine Hebamme berichtete mir, dass es kein Patentrezept gegen diese Übelkeit gibt.

Regelmäßig essen und trinken

Das einzige "Mittel", welches mir etwas geholfen hat, war regelmäßig kleine Mahlzeiten zu essen und natürlich auch zu trinken. Sobald mein Blutzuckerspiegel abfiel, machte sich mein Magen bemerkbar. So musste ich wochenlang jede Stunde etwas essen, damit die Übelkeit einigermaßen erträglich war. Es war nicht einfach gegen die Übelkeit anzuessen, und da werden mir viele zustimmen, weil mir dabei echt elend zumute war und ich jedes mal den Ekel vor dem Essen überwinden musste. Doch es wurde mir auch schnell klar, dass es ohne zu essen nur schlimmer wurde.

Bei vielen Schwangeren ist die Übelkeit morgens am schlimmsten, weil der Magen dann leer ist. Um überhaupt aufstehen zu können, hilft es dann direkt am Bett eine Kleinigkeit zu essen zu haben. Mir haben bspw. Banane oder eine trockene Scheibe Brot geholfen, genauso wie süßer Tee.

Akupunktur

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Ich mache weiter mit dem Punkt Akupunktur, weil diese mir wirklich gut geholfen hat. Aber auch hier reagieren nicht alle Schwangeren gleich auf die Nadeln. Eine Hebamme, die Erfahrung mit Akupunktur hat, kann dir dabei sicherlich weiterhelfen. Die Kosten für Akupunktur bei Schwangerschaftsbeschwerden werden übrigens in aller Regel von der Krankenkasse bezahlt. Die Hebamme wird dafür verschiedene Nadeln (bei mir waren es immer zwischen 5 und 10) auf verschiedenen Punkten der Körpermeridiane setzen. Ich spürte meist schon während sie Nadeln setzte eine deutliche Erleichterung. Wie lange diese Wirkung anhält, ist sehr unterschiedlich von wenigen Stunden bis zu einer Woche.

Homöopathie

Auch berichten viele Frauen, dass homöopathische Mittel Erleichterung verschaffen können. Diese können bspw. in Form von Schüßler-Salzen oder Globuli eingenommen werden. Hier könnten u.a. Nux vomica oder Magnesium carbonicum helfen. Bei der Anwendung von homöopathischen Mitteln würde ich jedoch immer eine dahigehend erfahrene Hebamme oder Ärztin kontaktieren, um das richtige Mittel zu finden. Diese kann auch beratend zur Seite stehen. Manchmal kommt es vor, dass es erst zu einer Verschlimmerung kommt, bevor sich die Übelkeit bessert.

Aromatherapie

Ich habe schon mehrfach gelesen, dass auch verschiedene Aromen sehr wirksam bei Schwangerschaftsübelkeit sein können. Ich selbst habe dies nicht ausprobiert und kenne mich dahingehend auch nicht aus, weshalb ich auch den Kontakt zu einer erfahrenen Hebamme oder Ärztin empfehlen würde. Einigen Schwangeren hilft wohl bspw. der Geruch von Zitrone.

Frische Luft

Mir hat es an einigen Vormittagen geholfen, einen entspannten Spaziergang an der frischen Luft zu machen, wodurch sich die Übelkeit etwas legte. Gerade in den Wintermonaten kann die trockene Heizungsluft anstrengend sein, sodass es nicht nur bei Übelkeit hilft etwas frische Luft zu schnappen.

Weitere Möglichkeiten

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Die folgenden Tipps helfen nur vereinzelt Frauen oder werden als angenehm empfunden. Ich möchte sie dennoch auflisten, weil ich weiß, wie anstrengend diese Übelkeit sein kann. Zum einen können Ingwertee oder Ingwerbonbons etwas Erleiterung verschafen, genauso wie das Kauen von Kaugummi oder die Einnahme von etwas Traubenzucker. Häufig wird auch die Einnahme von Nausema (Vitamin B6) empfohlen, bei mir verschlimmerte sich dadurch aber eher die Übelkeit. Einen Versuch ist es aber wert. Je nachdem wie du auf die Übelkeit reagierst, könnten Wärme oder Kälte als angenehm empfunden werden. Manche Frauen schwören auf Akkupressurbänder, die bestimmte Punkte am Handgelenk stimulieren (auch bei der Akupunktur spielen diese Punkte eine Rolle). Ein solches Band kannst du über eine Apotheke bekommen.

Auch die Einnahme von Vomex (ein Medikament gegen Übelkeit mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat) kann theoretisch in der Schwangerschaft eingenommen werden. Das Medikament gibt es in Tabletten- und in Zäpfchenform. Hier sollte vor der Einnahme aber Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt gehalten werden. Wenn es gar nicht anders geht und du dich nur noch übergibst, kannst du mit deiner Hebamme oder Ärztin auch überlegen, ob ein Krankenhausaufenhalt nicht die Situation etwas entspannen könnte.

Ansonsten hilft leider nur durchhalten. Es wird irgendwann vorbeigehen. Ich musste auch erst lernen, einen Gang runterzuschalten und Hilfe anzunehmen. Ruhe ist dabei wirklich wichtig und du solltest dir Hilfe organisieren, wenn es anders nicht möglich ist. Letztendlich habe ich mir irgendwann gesagt, dass ich nur diesen Tag übestehen muss und dann kommt der nächste Tag. Dabei bin ich froh, dass die Übelkeit in beiden Schwangerschaften nicht so sehr lange anhielt.

Wenn du noch weitere Tipps bei Schwangerschaftsübelkeit hast, würde ich mich freuen, davon in den Kommentaren zu lesen.

Bildquelle:

Das Titelbild ist ein Foto von Dominik Martin und kommt von unsplash.com.


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Über die Autorin
Ein Foto vom Autoren dieses Blogposts: Natalie Clauss

Natalie Clauss, ist Mutter eines Sohnes, Trageberaterin und Stoffwindelberaterin. Natalie ist außerdem examinierte Ergotherapeutin, sodass anatomische Grundlagen, psychologische Aspekte wie Bindungstheorien und Krankheitswissen, ihre Artikel immer auch fachlich stützen.
Natalie hat Fortbildungen zum Tragen von Frühgeborenen, Kinesio-Taping und Qigong absolviert. Seit einiger Zeit schreibt sie mit Freude in diesem Blog. Hier veröffentlicht sie Testberichte zu Stoffwindeln, Tragetüchern und Tragehilfen, aber auch persönliche Themen sind hier zu finden.


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Kommentare zu diesem Post:

1 Sabrina Kunz schrieb:

  11.01.2018 - 08:58 Uhr

Hatte ich zum Glück bei beiden nicht




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