Familienbegleitung
Natalie Clauss

[Buchrezension] Einmal breifrei, bitte!

erschienen am 

Momentan beschäftigt mich das Thema "Breifrei", weil meine Tochter zunehmend Interesse am Essen zeigt und auch sonst die Beikostreifezeichen erfüllt. Dann sah ich in einer Buchhandlung das Buch "Einmal breifrei, bitte!" von Loretta Stern und Eva Nagy. Über dieses Buch möchte ich hier berichten.

Allgemeine Informationen

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Das Buch trägt den Untertitel "Die etwas andere Beikost". Es ist bspw. über Amazon erhältlich und kostet dort 15,99€. Es ist 2013 erschienen und hat mittlerweile 7 Auflagen. Das Buch umfasst insgesamt 160 Seiten.

Auf dem Cover ist ein sitzendes Baby zu erkennen, welches lächelnd nach einer Schale Brokkoli greift. Eine Schale mit Möhrensticks ist umgefallen. Der Klappentext meint bereits, dass Beikost nicht unbedingt Breikost sein muss. Dort kann ich auch lesen, dass die Forschung die "Breifrei-Methode" ebenfalls unterstützt. Außerdem soll das gemeinsame Essen "deutlich stressfreier" sein.

Die Autorinnen

Wie bereits erwähnt, ist das Buch in einer Zusammenarbeit von Loretta Stern und Eva Nagy entstanden. Loretta Stern, 1974 geboren, ist eine deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin, Sängerin und Fernsehmoderatorin. Im Buch ist aber zu lesen, dass sie vor allem und von ganzem Herzen Mutter sei.

Im Buch finde ich außerdem Informationen zu Eva Nagy. Sie arbeite seit 1994 als freiberufliche Hebamme und hat bei ihrer Arbeit auch Loretta Stern kennen gelernt. Neben der Schwangeren- und Wochenbettbetreuung, berät zu sie zum Stillen, zu Beikost und zu Ernährung. Beide Frauen leben in Berlin.

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Passend zu dem Buch "Einmal breifrei, bitte!" gibt es von diesen Autorinnen auch noch "Das breifrei! Kochbuch" (Link zu Amazon) mit einfachen Rezepten für Gerichte, bei denen das Baby einfach mitessen kann.

Der Inhalt

Das Buch ist in zwei bzw. drei große Abschnitte eingeteilt. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Theorie und ist hauptsächlich von Eva Nagy als Fachfrau geschrieben. Im Anschluss kommen Tagebucheinträge von Loretta Stern, wie die Beikosteinführung bei ihrer Tochter abgelaufen ist. Der nächste Abschnitt ist schließlich der Praxisteil, der wiederum hauptsächlich von Loretta Stern geschrieben wurde. Zwischendurch sind jeweils Kommentare und Anmerkungen der jeweils anderen Autorin vorhanden.

Im Theorieteil geht es zunächst einmal um die Grundlagen, wie bspw. den richtigen Zeitpunkt, womit begonnen und was vermieden werden sollte. Danach wird der Würgereflex als natürlich Schutzmechanismus thematisiert. Auch Allergien werden beschrieben und wie diese vermieden werden können. Im Anschluss werden noch das Stillen, Abstillen und das Trinken beschrieben. Hier geht es um die Stilldauer, wie viel neben der Beikost gestillt werden sollte und wie auf Wunsch abgestillt werden kann. Auch findet das Thema Flaschenernährung hier seinen Platz. Zum Ende des Theorieteils geht es noch um den richtigen Sitz beim Essen, Schoß oder eben eigener Hochstuhl.

Danach folgen die bereits genannten Tagebucheinträge.

Nun kommt der Praxisteil mit einigen Inhalten, mit denen man sich vorher möglicherweise in der Theorie gar nicht beschäftigt. Es wird deutlich, dass jedes Kind seinen individuellen Weg hat und ein starrer Plan nicht hilfreich ist. Es geht u.a. um die richtige Ausrüstung, das Essen im Restaurant und die Veränderung des Windel-Inhalts bei der Beikosteinführung.

Meine Meinung

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Ich habe das Buch nun innerhalb der letzten zwei Tage durchgelesen, was bei mir momentan schon etwas heißt: Es lässt sich wirklich gut lesen! Es ist angenehm gegliedert. Ich habe letztlich hauptsächlich vom Theorie-Teil profitieren können, aber der Praxis-Teil war trotzdem nett zu lesen. Die Tipps und Hintergrundinformationen empfand ich als hilfreich, sodass wir einfach starten werden ohne viel Angst. (Ja, auch beim zweiten Kind ist diese Zeit nicht weniger aufregend.)

Was mich allerdings störte, war, dass das Thema Abstillen doch relativ ausführlich behandelt wurde. Das finde ich in diesem Kontext nicht notwendig, zumal das Abstillen auch erst einmal nichts mit der Beikosteinführung zu tun hat. Auch geht hier die Empfehlung der WHO etwas unter, wenngleich sie erwähnt wird. Diese lautet, dass sechs Monate ausschließlich gestillt werden sollte und danach mit angemessener Beikost bis zu einem Alter von zwei Jahren und darüber hinaus, solange Mutter und Kind dies wünschen.

Bis auf diesen Punkt finde ich das Buch wirklich hilfreich sich dem Thema Beikost und Fingerfood zu nähern. Die Erfahrungsberichte von Loretta Stern und Tagebucheinträge machen das Ganze noch anschaulicher.

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