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Familienbegleitung
Natalie Clauss

Mama Held [Buchrezension]

erschienen am 

Nachdem ich erfuhr, dass Kerstin Held ein Buch über ihre Herzensangelegenheit geschrieben hat, wollte ich es unbedingt lesen. Jedes Kind hat ein Recht auf eine Familie. Ein starker Satz, doch worum geht es genau? Was bedeutet das? Wie kam es dazu, dass Kerstin Held Herzmama von behinderten Pflegekindern wurde? Wie war das, als sie für Michael Jackson arbeitete (nein, du hast dich nicht verlesen, sie hat wirklich für Michael Jackson gearbeitet)?

All das und noch viel mehr erfährst du in dem Buch Mama Held. Ich stelle dir dieses Buch hier vor und beschreibe, warum mich diese Frau begeistert und was mir an dem Buch gefallen hat.

Inhaltsangabe

Allgemeine Informationen zum Buch Mama Held

Das Buch Mama Held wurde von Kerstin Held geschrieben und trägt den Untertitel Jedes Kind hat ein Recht auf Familie.

Es erschien am im März 2020 im Kösel-Verlag. Als gebundenes Buch kostet es auf Amazon 20€, die Kindle-Variante liegt bei 15,99€. Mama Held umfasst 240 Seiten, inklusive einiger Seiten mit Fotos in der Mitte.

Auf dem Cover ist Kerstin Held mit einem ihrer Pflegekinder im Sand zu sehen. Kerstin Held ist dabei in der Hocke, sodass sie auf Augenhöhe mit ihrem Pflegekind ist, welches seine Hände auf ihre Hände gelegt hat.

Buchcover des Buches Mama HeldBuchrücken

Auf der Rückseite sehe ich das Türschild der Heldenfamilie mit der Aufschrift Patchworkfamilie Die Helden :). Im Klappentext erfahre ich, dass Kerstin Held bereits zwölf Kinder aufgenommen hat und Vorsitzende des Bundesverbands behinderter Pflegekinder ist. In dem Buch berichtet sie von ihrem manchmal schwierigen Weg.

Die Autorin Kerstin Held

Kerstin Held, ja, eine Frau mit Power. Ich durfte sie einmal persönlich kennenlernen im Rahmen meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin. Deshalb möchte ich hier auch kurz beschreiben, wie ich sie wahrgenommen habe, als sie uns in der Schule von ihrer Arbeit und ihrem Herzensanliegen berichtet hat.

In ihrem Buch schreibt sie an mehreren Stellen, dass sie ein lautes Organ hat, welches gehört wird. Ja, so habe ich das auch empfunden. Ihre Worte sind dabei klar. Ihre Botschaft kommt rüber. Wie im Buch, so hatte ich bei ihrem Vortrag, genauso das Gefühl, dass ich sofort etwas tun möchte. Sie bewegt mich mit ihren Worten, deshalb ist diese Buchrezension vielleicht auch nicht ganz unabhängig. Ich finde das Thema einfach zu wichtig. Jedes Kind hat ein Recht auf Familie.

Kerstin Held setzt sich dafür seit Jahren ein. Sie geht über Hindernisse, sie sucht Lösungen.

Sie wurde 1975 im Münsterland geboren. Sie lebte Inklusion von Anfang an mit ihrer behinderten Schwester. Heute lebt Kerstin Held mit ihrer Heldenfamilie in Ovelgönne zwischen Bremen und Oldenburg. Aktuell leben vier Pflegekinder bei ihr.

Die Autorin ist gelernte Ergotherapeutin, Fachberaterin für Rehabilitations- und Medizintechnik, sowie Eventmanagerin. Eine merkwürdige Mischung mag so mancher vielleicht denken, doch sie beschreibt in ihrem Buch, wie es dazu kam und wie ihr die einzelnen Qualifikationen im Alltag helfen.

Weiter ist Kerstin Held seit 2014 Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. Wenn du wissen möchtest, was dieser Bundesverband genau macht, findest du auf der Website des Verbandes bbpflegekinder.de weitere Informationen.

Weitere Informationen zu Kerstin Held selbst, findest du auf ihrer eigenen Website kerstinheld.com.

Einen Eindruck von Kerstin Held, ihrer Arbeit und ihrem Leben bekommst du in diesem Video:

Der Inhalt des Buchs Mama Held

Bevor ich den Inhalt etwas näher beschreibe, habe ich ein Video herausgesucht, in dem Kerstin Held ihr Buch selbst vorstellt:

Im Großen und Ganzen geht das Buch chronologisch vor, wobei Kerstin Held beschreibt, wie sich alles entwickelt hat. Am Anfang eines jeden Kapitels finde ich ein Zitat.

Nach dem Prolog beschreibt die Autorin jedoch zunächst einmal, wie ein typischer Tagesablauf im Hause Held abläuft. Dabei wird deutlich, dass es viele Parallelen zu normalen Familien gibt, aber auch einige Unterschiede im Leben mit vier unterschiedlich alten behinderten Kindern, die alle noch einmal spezielle Bedürfnisse und Anforderungen haben.

Ausschnitt einer Buchseite 1

Danach geht es um Kerstin Helds Kindheit. Sie erzählt, wie ihre Rolle in der Familie war mit einer behinderten Schwester und wie sich die Beziehung zu ihrer Schwester Silke im Laufe der Zeit verändert hat. Nachdem Kerstin ihrer Schwester zwischenzeitig den Tod wünschte, werden sie unzertrennlich und die Autorin erlebt, was Inklusion bedeutet und woran es oft scheitert - damals und heute.

Durch eine Reihe an Ereignissen kommt es schließlich so, dass Kerstin Held mit Michael Jackson auf Tournee geht. Dabei stellt sie irgendwann fest, dass dieses Leben nichts für sie ist und kehrt zurück in ihren alten Beruf.

Schließlich nimmt sie ihr erstes Pflegekind auf, Sascha. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinerlei Regelung für die Aufnahme eines behinderten Pflegekindes in eine Familie. Die Autorin berichtet, welche Hürden sie meistern musste, wie kompliziert die Bürokratie sein kann und welche Siege und Niederlagen es gab.

Weiter kann ich nun lesen, wie es zum Umzug in den Norden kam und wie sich das Leben in Ovelgönne entwickelte.

Kerstin Held beschreibt in ihrem Buch, welche Kinder sie aufnahm und welche Schwierigkeiten dies mit sich brachte, aber auch welche schönen Momente. Doch sie schreibt eben nicht nur vom Alltag und von Kindern, die neu in die Familie kommen, sondern auch von Abschieden, sei es durch den Tod oder aber weil Kerstin Held das Gefühl hatte, dieses Kind in ihrer Familie nicht ausreichend unterstützen zu können.

Ausschnitt einer Buchseite 2

Zum Schluss geht es noch darum, dass Kerstin ihr Haus nicht als Kinderparadies sieht, sondern einfach als ein Zuhause für sich und ihre Kinder. Ja, ihre Situation ist in manchen Dingen anders als in anderen Familien, aber viele Dinge sind eben auch gleich.

Im Mittelteil des Buchs finde ich zudem einige Fotos aus dem Alltag der Heldenfamilie.

Bilder im Buch 1Bilder im Buch 2

Meine Meinung zum Buch

Das Buch Mama Held, die Berichte über das Leben von Kerstin Held und ihr unermüdlicher Einsatz für ihre Herzkinder, für behinderte Kinder im Allgemeinen, haben mich sehr bewegt.

Es war ein sehr offenes, ehrliches und authentisches Buch. Die Beweggründe von Kerstin Held, behinderte Pflegekinder aufzunehmen, werden deutlich. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist schön gegliedert.

Ich hoffe, dass dieses Buch viele, viele Menschen lesen werden, denn: Jedes Kind hat ein Recht auf Familie!

Teile mir deine Meinung zu dem Thema mit

Hast du dich schon einmal mit dem Thema behinderte Pflegekinder in einer Familie auseinander gesetzt? Was denkst du dazu? Könntest du dir das für dich vorstellen?

Kennst du das Buch Mama Held schon? Wenn ja, was daran hat dir besonders gut gefallen? Was vielleicht auch nicht?

Oder hast du schon einmal anderweitig von Kerstin Held gelesen oder gehört? Was hast du dazu gedacht? Wo war das?

Ich freue mich von deinen Gedanken in den Kommentaren zu lesen!

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