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Familienbegleitung
Natalie Clauss

5 Elemente der mentalen Geburtsvorbereitung

erschienen am 

Neben meinen Angeboten im Bereich der Familienbegleitung, biete ich auch Coachings für Frauen und Mamas an. Ein spezielles Angebot ist hier die mentale Geburtsvorbereitung, mit der du dich gedanklich und emotional auf deine Geburt vorbereiten kannst.

In diesem Artikel stelle ich dir einige Elemente daraus vor.

1. Übe Achtsamkeit und nehme deine eigenen Bedürfnisse wahr

Die Grundlage für viele weitere Bereiche der mentalen Geburtsvorbereitung ist zunächst einmal, dass du die Aufmerksamkeit auf dich richtest. Dass du dich mit deinem Körper, deinen Gedanken und Emotionen wahrnimmst. Dabei ist es wichtig, dass du es einfach nur wahrnimmst ohne zu werten.

Hierfür gibt es verschiedene Achtsamkeits- und Meditationsübungen, damit du dich ganz auf dich und dein Baby fokussieren kannst. Ich nutze hierfür gerne eine Reise durch den Körper.

Detailfoto eines Babybauchs

Du beginnst damit, indem du dich bequem hinsetzt oder -legst. Schließe nun, wenn du magst, deine Augen. Versuche dann, dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Spüre wie die Luft beim Einatmen durch deine Nase in deinen Körper strömt und beim Ausatmen wieder aus der Nase oder dem Mund nach draußen. Fühle nach, an welchen Stellen deines Körpers du deinen Atem überall fühlst.

Spürst du den Atem eher im Brustkorb? Ist er eher flach und schnell? Spürst du ihn vielleicht mehr im Bauch? Und ist dein Atem ganz ruhig und tief? Wo spürst du den Atem noch? Versuche deine Atmung einfach nur zu spüren und dich ganz auf das Atmen zu konzentrieren ohne darüber zu urteilen oder zu werten.

Anschließend kannst du deine Aufmerksamkeit auf einzelne Körperteile lenken. Spüre nach, wie sich deine Füße anfühlen, deine Beine,… Tut es irgendwo weh? Wo fühlt es sich besonders gut an?

Wie ist es in deinem Kopf? Ist da gerade viel los und du kannst dich kaum konzentrieren, schweifst mit den Gedanken ständig ab? Wie fühlst du dich? Wie geht es dir? Versuche auch hier, einfach nur wahrzunehmen.

Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Bauch und dein Baby? Wie geht es deinem Baby? Ist es gerade ruhig? Oder turnt es herum und bewegt sich viel? Du kannst deinen Bauch dabei auch sanft streicheln und spüren, ob dabei eine Reaktion von deinem Baby zurück kommt.

Wenn du diese Übung regelmäßig machst, lernst du immer mehr, dich selbst zu spüren und wahrzunehmen, was du gerade brauchst. Du nimmst deine Bedürfnisse wahr. Weiter solltest du üben für dich zu sorgen und deine Bedürfnisse auszudrücken.

Was brauchst du gerade? Was würde dir am meisten helfen? Ist das gerade möglich? Wenn nein, wie kannst du es verändern, damit es möglich ist? Welche Alternativen gibt es sonst, die gerade möglich sind?

Sorge für dich und dein Baby!

2. Entwickle eine Vorstellung deiner Traumgeburt

Um dich gut auf deine Geburt vorzubereiten, ist es wichtig überhaupt erst einmal zu wissen, was du willst. Das gilt zum einen in Bezug auf deine Wünsche und Bedürfnisse aktuell. Darüber hatte ich eben schon kurz geschrieben. Ein wichtiger Punkt der mentalen Geburtsvorbereitung ist für mich auch, sich die Traumgeburt so genau wie nur möglich in allen Einzelheiten vorzustellen.

Wenn du das möchtest, kannst du auch das mit geschlossenen Augen tun.

Wie wäre deine Traumgeburt? Wo befindest du dich, wie ist dein Geburtsort? Wer ist bei dir? Wie riecht es hier? Wie sieht es aus?

Wie fühlst du dich? Wie fühlt sich dein Körper an? Was machst du? Was machen andere? Was passiert um dich herum?

Was ist dir wichtig? Was darf auf keinen Fall fehlen?

Wie atmest du? In welcher Position bist du? Bewegst du dich? Oder liegst du eher? Hast du besondere Musik dabei? Einen besonderen Duft? Bist du in der Badewanne oder einem Geburtspool? Was tut dir gut? Was brauchst du?

Du kannst dir deine Traumgeburt, die Reise deiner Geburt, immer wieder vorstellen. In deinen Gedanken und in deiner Vorstellungskraft kannst du diese Reise so lange verändern bis sie für dich perfekt ist.

Aufnahme eines Babys in Händen gehalten

3. Löse Widerstände und Ängste auf

Wenn du dir deine Traumgeburt vorstellst, tauchen möglicherweise an manchen Stellen Unsicherheiten oder Ängste auf, ob das wirklich so möglich ist. Ob du das wirklich kannst.

Nimm diese Ängste und Widerstände ernst! Es ist wichtig, dass du dich damit auseinandersetzt. Ängste sind während einer Geburt nicht besonders vorteilhaft. Sie behindern die Entspannung und erschweren die volle Konzentration auf dich, welche die Geburt sehr viel leichter machen. Wenn du Angst hast, bist du angespannt und die Kontraktionen sind schmerzhafter, weil du unbewusst gegen deinen Körper arbeitest.

Versuche dir bewusst zu machen, was genau dir Angst macht. Das ist immer auch ein Zeichen dafür, was du nicht möchtest und in der Folge, was du wirklich willst.

Durch die Achtsamkeitsübung am Anfang kannst du dafür immer wieder in den Kontakt zu dir selbst kommen.

Du kannst anschließend überlegen, wann du auch früher schon einmal diese Angst gespürt hast. In welchen Situationen? Wie bist du damals mit der Angst umgegangen?

Was würde passieren, wenn du die Angst plötzlich nicht mehr hättest? Wie würdest du dich fühlen? Wie wäre deine Geburt? Was würdest du denken? Wie würdest du dich verhalten?

4. Lerne dich zu entspannen

Ich habe eben schon kurz beschrieben, dass Entspannung eine Geburt sehr viel einfacher macht.

Nun ist es unter der Geburt eine vollkommen neue und irgendwie auch extreme Situation, sodass du nicht erst dann mit der Entspannung beginnen solltest. Es ist definitiv von Vorteil bereits in der Schwangerschaft Entspannung zu üben.

Überlege dir dafür verschiedene Strategien, wie du dich entspannen kannst. Möglicherweise helfen dir Atemtechniken aus dem Hypnobirthing? Spezielle Imaginationsübungen wie die einer sich öffnenden Blüte? Entspannt es dich zu tanzen? Brauchst du eine bestimmte Musik oder einen speziellen Geruch?

Foto einer pinken BlüteAufnahme einer Schwangeren in einer Badewanne

Und nun wende diese Stragien immer wieder an. Übe die Atmentechniken, die Imaginationen, die positiven Sätze. Mit der Zeit wirst du merken, dass immer schneller und tiefer entspannen kannst. Dass du unabhängiger wirst von der Umgebung, in der du dich befindest. Dass äußere Geräusche oder Gerüche weniger Einfluss auf deine Entspannung haben, als zu Beginn.

Aufnahme von gestapelten Steinen

Wenn du Schwierigkeiten hast, die Entspannung zuzulassen oder eine geeignete Strategie zu finden, setz dich bitte nicht unter Druck!

Möglicherweise gibt es innere Stimmen in dir, die dich an vollständiger Entspannung, am vollkommenen Loslassen, hindern. Du kannst dich auch mit diesem Widerstand auseinandersetzen und ihn lösen.

5. Übe einen Anker und lerne, ihn zu nutzen

Wenn du nun die Achtsamkeitsübungen immer wieder geübt hast, deine Bedürfnisse wahrnehmen und verbalisieren kannst. Wenn du weißt, wie deine Traumgeburt sein wird. Wenn du alle Ängste und Widerstände lösen konntest und dich vollkommen entspannen kannst, egal wann und wo.

Dann ist es Zeit diese positiven Gefühle und Gedanken in dir zu verankern.

Foto eines Ankers auf einem Steg

Dafür kannst du dir deine Traumgeburt wieder ganz bewusst vorstellen, du kannst dich vollständig entspannen. Überlege dir nun ein Zeichen oder eine Geste, mit welcher du dieses Erlebnis verbindest. Das könnte sein, dass du einen Kreis mit Daumen und Zeigefinger bildest, dass du dir eine Hand ans Herz hälst oder was auch immer für dich stimmig erscheint.

Aufnahme einer am Strand sitzenden Frauen

Schön ist es auch, einen Anker gemeinsam mit deinem Partner zu üben, wenn dieser bei der Geburt mit dabei sein soll. Er könnte dir die Hand auf die Schulter legen, über deinen Kopf streichen. Schaut, was für euch passend ist.

Während der Geburt kannst du diesen Anker ganz gezielt nutzen, um in die Entspannung und das Gefühl der perfekten Geburt zu kommen, egal, wie gerade die Situation ist.

schwarz-weiß Aufnahme eines Baby in Händen gehalten

Ich hoffe, meine Anregungen mit diesen 5 Elementen, die ich häufig zur mentalen Geburtsvorbereitung mit Schwangeren im Coaching nutze, haben dir gefallen und du kannst sie nutzen. Wenn du Fragen hast oder Unterstützung dabei benötigst, kannst du dich selstverständlich bei mir melden.

Weitere Informationen zu mir und meinen Coaching-Angeboten findu du auf coaching.natalieclauss.de/.

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