Familienbegleitung
Natalie Clauss

Testbericht HopTye Conversion

erschienen

Der HopTye von Hoppediz ist eine Tragehilfe, die es schon etwas länger auf dem Tragehilfenmarkt gibt. Der klassische HopTye wurde vor einiger Zeit jedoch weiterentwickelt und das Ergebnis ist der HopTye Conversion. Diese Tragehilfe habe ich seit einiger Zeit in meinem Sortiment und konnte sie daher ausgiebig für euch testen.

Informationen zur Trage und zum Hersteller

HopTye Conversion. Detailaufnahme des Schildes mit dem Namen der Tragehilfe, welches am Träger festgenäht ist.

Hoppediz wurde von Annette Schröder gegründet. Sie war auf der Suche nach Tragetüchern, die ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprachen, wurde nicht fündig und entwickelte daher eigene Tragetücher. Mittlerweile ist Hoppediz immer größer geworden und entwickelte eigene Tragehilfen und es gibt auch viele weitere Produkte zum Thema Familie im Shop.

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Der HopTye Conversion ist, wie oben schon geschrieben, die Weiterentwicklung des klassischen HopTye. Hierbei wurden verschiedene Details, die vorher bemängelt wurden, verändert. Auf die Unterschiede möchte ich hier jedoch nicht weiter eingehen. Die Tragehilfe gibt es nur in einer Größe, aber der Hersteller schreibt auch auf der Website, dass der HopTye ab Geburt bis zum Ende der Tragezeit genutzt werden kann. Somit wäre eine weitere Größe auch nicht notwendig. Meiner Erfahrung nach können Neugeborene tatsächlich schon damit getragen werden, wenn sie gut angepasst ist. Auch bei Gr.98 meines Sohnes war sie noch passend.

Die Trage gehört zu den Wrap Conversions ("Tragetuchumwandlungen"), da die Träger sehr breit und damit auf den Schultern auffächerbar sind. Der Bauchgurt ist klassich zum Binden, kann jedoch ergänzend mit dem BucklePad auch mit Schnalle geschlossen werden. Preislich liegt sie zwischen 90€ und 110€. Damit gehört sie eher zu den günstigeren Tragehilfen, der Unterschied ist hier aber nicht besonders groß.

HopTye Conversion. Detailaufnahme des Bauchgurts und des unteren Rückenteils mit der Stegbreiteneinstellung.

Der Bauchgurt ist relativ schmal und leicht gepolstert. Hinten wird er mit einem Doppelknoten geschlossen (außer mit der Ergänzung des Buckel Pads). Er ist dabei ganz unten am Rückenteil vernäht. Damit der Knoten am Bauch nicht drückt, ist hier beim HopTye Conversion ein zusätzliches, leicht gepolstertes, Stoffstück. Die Stegeinstellung erfolgt über zwei Stufen. Einmal direkt unten am Rückenteil und außerdem etwas höher auf beiden Seiten, jeweils mit Kordelzügen. An den Kniekehlen des Kindes ist der Stoff ebenfalls leicht gepolstert.

HopTye Conversion. Detailaufnahme des Trägers, der mit sehr feinen Abnähern am Rückenteil befestigt ist.

Das Rückenteil kann seitlich, ebenfalls mit Kordelzügen, leicht in der Länge angepasst werden. Auch die Nackenweite kann verkleinert werden, um eine ausreichende Nacken- und Kopfstützung bei kleinen Kindern zu erreichen. Die Kopfstütze ist raffbar. An den Trägern sind innen und außen Schlaufen aufgenäht, an denen die Kopfstütze befestigt werden kann. Am Rückenteil sind die Träger mit sehr kleinen Abnähern befestigt, sodass sie sich gut an die Schulter anschmiegen. Die Träger sind relativ breit (auch im Vergleich zu anderen Wrap Conversions) und auch lang.

Bei größeren Kindern können die Träger über dem Rückenteil aufgefächert werden. Dadurch kann die Stegbreite vergrößert werden und gleichzeitig wird das Kind mehr gestützt.

Beim Tragen

HopTye Conversion. Auf dem Foto trage ich meinen 2-jährigen Sohn auf dem Rücken. Die Träger sind über seinem Po für mehr Stützung aufgefächert.

Ich habe den HopTye Conversion mehrfach mit meinem Sohn getestet. Dabei war kaum Druck auf den Schultern zu spüren, weil die Träger, durch ihre Breite, eine sehr gute Gewichtsverteilung ermöglichen. Allerdings liegen deshalb die Träger sehr weit auf der Schulter, was die Armfreiheit deutlich einschränkt, wenn diese Tragehilfe fest gebunden ist. Alternativ kann auch der gesamte Träger auf der Schulter liegen, dann ist die Armfreiheit nicht eingeschränkt. Dies funktioniert jedoch nur mit Einbußen der guten Gewichtsverteilung, so bekam ich schneller Nackenschmerzen. Das Auffächern über dem Po meines Sohnes und auch die Möglichkeit verschiedener Abschlüsse beim Rückentragen waren sehr angenehm.

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In den Trageberatungen wurde die Trage auch mit sehr kleinen Babys ab Gr.50 getestet. Hierbei fiel auf, dass das Anlegen deutlich schwieriger ist, weil das Rückenteil relativ lang ist. Mit etwas Übung kann die Tragehilfe aber auch für Neugeborene gut angepasst werden. Häufiger wurde die Tragehilfe abgelehnt, weil den Eltern die Träger auf den Schultern zu breit waren.

Waschen

Die Tragehilfe kann laut Hersteller bei 40 Grad in der Maschine gewaschen werden. Ich habe sie nur mit der Hand gewaschen, weshalb ich diesen Punkt nicht beurteilen kann. Bei der Handwäsche gab es allerdings keine Probleme.

Fazit

Der HopTye Conversion ist eine Tragehilfe, die sowohl dem Baby als auch dem Tragenden eine ergonomische Haltung ermöglicht. Sie hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ich konnte keine qualitativen Mängel feststellen. Insgesamt ist sie sehr bequem, wenn ich mich mit der Trägerbreite, sowie der damit verbundenen eingeschränkten Armfreiheit anfreunden kann. Meiner Meinung nach könnten die Träger ein ganzes Stück kürzer sein, denn es wurde in Beratungen noch nie die vollständige Länge benötigt. So ist sie eher hinderlich beim Binden. Schön ist hier außerdem, dass sie über die gesamte Tragezeit genutzt werden kann.

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