Familienbegleitung
Natalie Clauss

Testbericht Safrika Casual leaves

erschienen letzte Änderung

Ich hatte in den letzten Tagen die Gelegenheit ein klassisch afrikanisches Kanga-Tragetuch von Safrika zu testen. Ich habe bereits ein anderes Kanga-Tuch hier und ich war gespannt, wie sich dieses Tuch im Vergleich dazu binden lässt. Was an diesen Tüchern so besonders und wie das Binden überhaupt funktioniert, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Übersicht zum Tragetuch Safrika-Tragetuch. Aufnahme des Mittelpunkts mit der Aufschrift Safrika.

Informationen zum Hersteller und zum Tuch

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Safrika wurde von SaSa, so nennt sie sich auf ihrer Website (eigentlich heißt sie Sarah Samira), gegründet. Die 22-jährige schreibt, dass das Safrika-Tuch ihr ständiger Wegbegleiter und der Alltag ohne ein solches Tuch für sie nicht vorstellbar sei. Die Tragetücher von Safrika werden in Kumasi in Ghana produziert. Zur Herstellung ist auf der Website zu lesen:

Die Tücher werden bedruckt, mit einer Technik die man "Wachsen" nennt. Das Tuch ist beidseitig bedruckt. Während des Färbevorgangs werden immer wieder Wachsschichten aufgetragen und wieder entfernt. Durch diese Technik erscheinen diese farbenfrohen Muster so strahlend.

Kanga-Tücher sind ganz anders, als das, was in Europa als Tragetuch bekannt ist. Es handelt sich hierbei um ein rechteckiges Baumwollstoffstück. Auch das Binden erfolgt daher vollkommen anders und ganz ohne Knoten. Wie soll das gehen? Ja, diese Frage habe ich mir auch erst gestellt. Also machte ich mich schließlich ans Ausprobieren.

Safrika-Tragetuch. Aufnahme des Musters des Tragetuchs.

Die Farben des getesteten Tuchs sind tatsächlich sehr leuchtend und intensiv. Durch die spezielle Färbetechnik sollen sie das auch nach mehrmaligem Waschen bleiben, was ich hier nicht beurteilen kann. Das Muster des Tuchs ist hierbei, wie oben schon beschrieben, nicht eingewebt, sondern bedruckt. Preislich liegt das Tuch bei 49€ und ist damit wirklich günstig für ein Tragetuch.

Beim Tragen

Safrika-Tragetuch. Aufnahme von vorne, wie ich die Demopuppe im Safrika-Tuch trage. Safrika-Tragetuch. Aufnahme von der Seite, wie ich die Demopuppe im Safrika-Tuch trage.

Für mich hat das Binden des Tuchs Übung erfordert, v.a. weil es weder geknotet wird, noch stützende Stränge auf den Schultern hat. Das hat mein Sicherheitsbedürfnis erstmal auf eine kleine Probe gestellt. Nach und nach gelang das Binden jedoch immer besser, wichtig ist wirklich festzuziehen. Ungewohnt war auch, dass die Tragehöhe hierbei deutlich tiefer ist, sodass das Kind nicht über die Schulter schauen kann. Außerdem musste ich mich daran gewöhnen, dass der Stoff, besonders bei kleinen Kindern, nicht in der Kniekehle sondern am Unterschenkel endet. Etwas geübt, geht das Anlegen des Kanga-Tuchs allerdings unglaublich schnell.

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Mit meinem Sohn war das Binden auch tatsächlich deutlich einfacher als mit den Demopuppen aus meinen Trageberatungen. Ich vermute, dass das am veränderten Körperschwerpunkt und der fehlenden Muskelspannung liegt.

Das Safrika-Tragetuch kann aber nicht nur zum Tragen verwendet werden. Es ist sehr vielseitig und ist leicht als Schal oder Picknickdecke nutzbar. Dabei nimmt es außerdem kaum Platz in der Tasche weg, weshalb es problemlos immer mitgenommen werden kann.

Die Kanga-Bindeweise

In diesem Video zeige ich die Kanga-Bindeweise mit dem Safrika-Tragetuch.

Waschen

Auf der Website ist zu lesen, das die Tücher bei 40 oder auch bei 60 Grad in der Maschine gewaschen werden können, wobei kein Weichspüler verwendet werden soll.

Fazit

Safrika-Tragetuch. Ich trage meinen 3-jährigen Sohn im Safrika-Tuch. Das Foto ist von hinten aufgenommen.

Das Tragetuch Casual leaves von Safrika ist qualitativ sehr gut. Das Binden mit einem Kanga-Tuch ist allerdings gewöhnungsbedürftig und erforderte für mich anfangs etwas Übung. Ich werde mein eigenes Kanga-Tuch in jedem Fall noch öfter ausprobieren. Meiner Meinung nach erfordert das Binden aber auch viel Kooperation seitens des Kindes. Mit sehr zappeligen Babys, würde ich eher eine andere Bindeweise wählen. Ich kann sonst nur empfehlen, wenn die Möglichkeit besteht, diese klassisch afrikanische Bindeweise einmal auszuprobieren.

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