Familienbegleitung
Natalie Clauss

Wir bauen uns ein Familienbett! [Teil 1]

erschienen am 

Eigentlich schlafen wir ja schon immer zusammen. Lange Zeit haben wir zu dritt auf 1,40m geschlafen. Das war nicht das Problem. Kuschelig, aber meist habe ich mich nicht eingeengt gefühlt und konnte super schlafen.

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Irgendwann haben wir ein Kinderbett mit 2,00 x 0,90m daneben gestellt. Die zusätzliche Fläche wurde kaum genutzt. Wenn mein Mann sich "bedrängt" fühlte, legte er sich höchstens dort hin. Doch so hatten wir es uns nicht gedacht. Eigentlich hatten wir gehofft, dass unser Sohn dort schlafen würde. Aber da hatten wir die Rechnung ohne ihn gemacht. Er wollte seinen Platz nicht hergeben.

Alles blieb erstmal so, wie es war. Als ich schwanger wurde, machten wir uns Gedanken, wie es wohl klappen könnte und bereiteten unseren Sohn auf seinen "neuen" Platz vor. Ganz ohne Druck. Aber so richtig funktionierte es nicht. Die kleine Lücke zwischen den Betten wurde zwar mit einem Schlauchkissen gefüllt, aber er wollte dort einfach nicht schlafen.

Gleichzeitig gab es für mich keine andere Option, dass ich mit dem Baby an der Wand schlafen würde (einfach der Sicherheit wegen). Außerdem wollte ich zumindest ab und zu mit meinem Mann kuscheln. Wir schliefen nach der Geburt meiner Tochter also einige Nächte zu viert auf 1,40m. Das war dann doch eng! Mein Mann wich zunehmend auf die andere Seite aus, sodass ich zwischen beiden Kindern lag.

Nun wird meine Tochter immer mobiler und ich habe wenig Lust auf einen Rausfallschutz zu allen Seiten. Also haben wir beschlossen uns ein eigenes tiefes Familienbett zu bauen, bei dem wir flexibel sind und ohne Abstand zwischen den Matratzen. Wir kauften auch noch neue Matratzen (längst überfällig!), sodass wir dann eine Gesamtfläche von 2,00m x 2,40m haben würden. Wir fingen also mit der Planung an.

Planung

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Unser Plan, inspiriert von Annika und Henning, war jeweils drei Pfosten auf einem Brett zu verteilen. Neben den seitlichen Brettern, wollten wir außerdem ein Brett in der Mitte haben, der zusätzlich stützt. Dadurch ergaben sich folgende Materialien, die wir für das Familienbett benötigen würden: 9 Pfosten (idealerweise 10cm x 10cm x 6cm), 3 Bretter (passend zu den Pfosten, also wahrscheinlich 200cm x 10cm x 2cm) und Latten (ca. 120cm x 8cm x 2cm). Bei der Anzahl der Latten wollten wir schauen, welche Breite überhaupt vorhanden wäre. Auch bei den Pfosten und den Brettern wollten wir unseren Plan entsprechend der vorhandenen Materialien im Holzhandel abändern.

Wir kauften das Holz schließlich in etwas anderen Maßen. Wichtig war für uns nur, dass Pfosten und Bretter bündig abschlossen. Das war bei uns dann 12cm in der Breite. Außerdem wurde es ein wenig höher.

Bau

Das Material. Ein Stapel Holz. Das Holz nach dem Schleifen.

Wir hatten gehobeltes Holz gekauft, welches glatt ist, sodass nur die Sägekanten geschliffen werden mussten. Anschließend wurden die Bretter auf die Pfosten geschraubt, wobei wir darauf achteten, dass wir gleiche Abstände hatten. Nach dem Vorbohren, verwendeten wir um Verschrauben jeweils vier Schrauben, die eingesenkt wurden, damit sie beim weiteren Bau nicht stören würden.

Die Bretter werden auf die Pfosten geschraubt. Die fertigen Stützen für unser Bett.

Eigentlich ist damit das Grundgerüst des Bettes auch schon fast fertig. Jetzt kommen nur die Latten drauf. Wir entschieden uns für jeweils 13 Latten pro Seite, wobei wir sie gleichmäßig auf den Balken verteilten. Und schon ist das Grundgerüst fertig. Gar nicht so schwer, oder?

Die Latten werden auf die Stützen geschraubt. Das fertige Bett ohne Matratze. Das fertige Bett mit Matratze.

Für die Zukunft planen wir das Bett an den Seiten mit breiten Bohlen, die ein wenig höher gehen, zu schalen. Dadurch sollen die Matratzen nicht mehr rutschen und sich weniger Staub unter dem Bett sammeln. Außerdem habe ich ein Kopfteil mit sanftem LED-Licht im Kopf, aber da muss ich mir noch ein einige Gedanken machen.

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