Familienbegleitung
Natalie Clauss

[Testbericht] BuzziTai

letzte Änderung am 

Schon länger hatte ich nichts mehr zum Testen, zumindest nicht im Rahmen einer Testreise. Nun hatte ich die Gelegenheit die "neue" Tragehilfe BuzziTai aus dem Hause Buzzidil zu testen. Bei dieser Tragehilfe handelt es sich gleichzeitig um eine Mei-Tai- bzw. Half-Buckle-Tragehilfe (Bauchgurt mit Schnalle, Träger zum Binden) und eine Full-Buckle-Tragehilfe (komplett zum Schnallen), also quasi zwei Tragehilfe in einer.

Wie dieses System beim Tragen ist, wie es konkret umgesetzt wurde und was sonst noch besonders an dieser Tragehilfe ist, stelle ich dir im folgenden Artikel vor.

Inhaltsangabe

Über den Hersteller

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Buzzidil ist ein Hersteller aus Österreich. Das BuzziTai ist die neueste Tragehilfe des Herstellers. Begonnen hat alles mit der Buzzidil Babytrage, einer reinen Full-Buckle-Tragehilfe. Hinzu kamen die Tragehilfen Wrapidil, eine Wrap Conversion, und BuzziBu, eine Hybridtragehilfe, die als Onbuhimo und als Full-Buckle-Tragehilfe genutzt werden kann. Zudem gibt es bei Buzzidil im Shop eigene Tragetücher, Ring-Slings, Puppentragehilfen und verschiedene Accessoires.

Ich trage meine Tochter in der Tragehilfe BuzziTai. Eine Detailaufnahme des Logos.

Außerdem werden auf der Website www.buzzidil.com einige Vorteile des Babytragens beschrieben. Hierbei werden u.a. die Entwicklungsförderung für das Baby und die Bewegungsfreiheit für die Eltern genannt.

Über die Tragehilfe

Wie ich bereits in der Einleitung geschrieben habe, handelt es beim BuzziTai um zwei Tragehilfen in einer. Du hast damit gleichzeitig eine Half-Buckle- und eine Full-Buckle-Tragehilfe, ohne dass du einzelne Teile austauschen musst.

Laut Hersteller ist die Tragehilfe ab Geburt bis einem Alter von etwa 2 Jahren passend. Meiner Erfahrung nach dürfte die Tragehilfe bei den meisten Kindern schon deutlich früher zu klein sein, zumindest wenn der Stoff bis zu den Kniekehlen gehen soll.

Preislich liegt die Tragehilfe bei knapp 150€ und liegt damit im mittleren Preisbereich für Tragehilfen.

Vorstellung des BuzziTais im Video

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Wie die Tragehilfe aufgebaut ist, welche Besonderheiten sie bietet und was du sonst noch wissen musst, erkläre ich in dem folgenden Video.

Beim Tragen

Ich habe die Babytrage nun einige Tage in verschiedensten Varianten testen dürfen. Dabei habe ich sie als Half-Buckle-Variante vor dem Bauch genutzt, als Full-Buckle-Trage mit geraden Trägern ebenfalls vorne und auf dem Rücken und als Full-Buckle-Tragehilfe auch noch mit gekreuzten Trägern vor dem Bauch. Dadurch konnte ich vielfältige Erfahrungen beim Tragen sammeln.

Ich trage meine Tochter in der Tragehilfe BuzziTai vor dem Bauch.

Getestet habe ich gemeinsam mit meiner 13 Monate alten Tochter, die etwa 8kg wiegt und Gr.74 trägt.

Ich trage meine Tochter in der Tragehilfe BuzziTai vor dem Bauch. Ich stehe mit dem Rücken zum Betrachter.

Ich stellte fest, dass die Stegbreite bei ihr gerade noch passend war. Die Polsterung an den Kniekehlen zog ich dabei noch etwas zur Seite. Für größere Kinder geht der Stoff dann folglich nicht mehr ganz bis zur Kniekehle.

Detailaufnahme - Kordel für die Stegbreite
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Detailaufnahme - Schlaufe für die Kopfstütze

Am Träger empfand meine Tochter die Schlaufe zur Befestigung der Kopfstütze manchmal als etwas störend, was sich besserte wenn ich sie anders in die Trage setzte und die Einstellungen veränderte.

Ich trage meine Tochter in der Tragehilfe BuzziTai. Eine Detailaufnahme von der Einstellung am Schlüsselbein.

Insgesamt fühlte sich das Tragen in allen Varianten auch bei längerer Nutzung sehr bequem an. Ich schätzte die Vielseitigkeit der Trage. Jede Variante hat dabei ihre Vor- und Nachteile.

Ich trage meine Tochter in der Tragehilfe BuzziTai auf dem Rücken.

Bei der Nutzung als Full-Buckle-Tragehilfe musste ich manchmal etwas darauf achten, dass der Stoff der Träger gut sitzt und nicht verrutscht, was sich durch ordentliches Legen und Befestigen unter den Laschen jedoch gut händeln lässt.

Praktisch erschien mir die vordere Polsterschnalle auch bei der Nutzung als Half-Buckle-Tragehilfe. Damit kann auch im Nachhinein noch etwas fester gezogen werden, wenn hier Bedarf besteht. Auch zum Stillen in der Tragehilfe ist diese Funktion sehr praktisch, weil ich dadurch nicht den Knoten lockern muss.

Mehr zum Thema Stillen in einer Babytragehilfe erfährst du in meinem Artikel Tragend stillen.

Zum Rückentragen ist der Brustgurt durch die Verbindungsschnalle bereits integriert, was in diesem Fall ebenfalls als praktisch zu bemerken ist.

Detailaufnahme - SchnallensteckerDetailaufnahme - Schnalle

Ich könnte mir vorstellen, dass die Tragehilfe für manche Eltern zu viele Funktionen und Möglichkeiten bietet. Wer einmal verstanden hat, wie alles funktioniert, wird diese Vielseitigkeit jedoch lieben.

Detailaufnahme - Seitenkordel der TragehilfeDetailaufnahme - Bauchgurt

Meiner Erfahrung aus meinen Trageberatungen nach nutzen viele Eltern bei kleinen Babys lieber eine Half-Buckle-Tragehilfe, weil es sich damit "anschmiegsamer" oder "kuscheliger" anfühlt. Wenn die Kinder größer und damit auch mobiler werden, wiegen die Vorteile einer Full-Buckle-Tragehilfe oft größer, weil nichts auf dem Boden hängt, wenn das Kind bspw. zwischendurch laufen möchte.

Detailaufnahme - Buzzidil LogoDetailaufnahme - Einstellgurt vorne

Die Variante als Full-Buckle-Tragehilfe würde ich eher Eltern empfehlen deren Kindern sich bereits hinsetzen, weil durch die Befestigung der Schnallen am Rückenteil ein erhöhter Druck auf den mittleren Rücken entsteht. Dieser sollte vor dem Sitzalter nach Möglichkeit vermieden werden. Dies bestätigt auch der Hersteller Buzzidil in ähnlicher Form auf seiner Website.

Waschen

Laut Buzzidil ist die Tragehilfe bei 30 Grad mit der Hand waschbar.

Fazit

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Das BuzziTai ist eine unglaublich vielseitige Tragehilfe, die mich wirklich überrascht hat. Sie ist leicht umgebaut von der einen zur anderen Variante. Durch die verschiedenen Tragehilfensysteme, die hier in einem vorhanden sind, kommt jeder auf seine Kosten.

Ich trage meine Tochter in der Tragehilfe BuzziTai auf dem Rücken. Ansicht von vorne.

Durch die unterschiedlichen Möglichkeiten sind dann allerdings auch viele Details integriert, die manche Eltern überfordern könnten. Eine gute Einweisung oder ein gründliches Lesen der Anleitung hilft hier aber sicher weiter.

Für mich war die Tragehilfe in allen Varianten beim Tragen sehr bequem. Von der Größe würde ich sagen, dass sie bei vielen Kindern nicht bis zu einem Alter von 24 Monaten passen wird (zumindest nicht so, dass der Stoff wie empfohlen in den Kniekehlen sitzt).

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